Mastschweine gestohlen
Grenchner Schweinehalter: «Vielleicht sind die Diebe mehr als einmal gekommen»

Aus einem Stall südlich von Grenchen wurden 32 schlachtreife Mastschweine gestohlen. Der Schweinebauer entdeckte den Diebstahl vergangenen Mittwoch. Den Schaden beziffert er mit 11'700 Franken.

Andreas Toggweiler
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Aus diesem Schweinestall in Grenchen wurden die Schweine entwendet.

Aus diesem Schweinestall in Grenchen wurden die Schweine entwendet.

Andreas Toggweiler

Laut einer Meldung der Polizei Kanton Solothurn wurden 40 Schweine aus verschiedenen Buchten gestohlen. Der Diebstahl wurde vom Besitzer am Mittwoch entdeckt.

Die Schweinediebe dürften dabei ein grösseres Fahrzeug benutzt haben. «Vielleicht sind sie auch mehr als einmal gekommen», vermutet der Schweinehalter, den wir beim älteren Schweinestall unmittelbar südlich der Bahnlinie antreffen.

Er habe den Stall seit ungefähr zwei Jahren gepachtet, wohne aber in der Region Solothurn, wo er eine weitere Schweinezucht betreibe. «Wir sind aber zweimal täglich hier, um die Schweine zu versorgen», erklärt er.

Der Stall, der bis zu 300 Mastschweine und 100 Muttersäue beherbergen kann, sei zurzeit nicht ganz voll. Deshalb habe man auch den Diebstahl relativ schnell festgestellt, sagt der Mann, der ansonsten anonym bleiben möchte.

Der Ostschweizer war früher als Lastwagenfahrer für Tiertransporte unterwegs und hat schon gehört, dass solche Tierdiebstähle gelegentlich vorkommen. Mit den nötigen Beziehungen zu einem Metzger oder zu jemandem mit Schlachtkontingenten sei es wohl auch möglich, die Tiere irgendwie zu verkaufen, glaubt der Fachmann. Die Tiere sind laut Polizeiangaben mit Ohrenmarken versehen, welche die Nummer 186 72 20 enthalten.

Vor kurzem gezählt

Die Zahl der geraubten Tiere korrigiert er gegenüber dem azGrenchner Tagblatt auf 32. Man habe die schlachtreifen Schweine vor kurzem noch gezählt. Den Schaden beziffert er somit auf 11 700 Franken.

Das nächste Wohnhaus befindet sich in etwa 100 Metern Entfernung von der Schweinezucht. Von den Bewohnern habe niemand etwas gesehen oder gehört.

Deshalb sucht die Polizei Zeugen, die in der Umgebung des Tatorts verdächtige Feststellungen gemacht haben oder Angaben zum Verbleib der Tiere machen können.

Sie sind gebeten, sich mit der Stadtpolizei Grenchen (Tel. 032 654 75 75) in Verbindung zu setzen.