Stadtpräsident François Scheidegger zeigte sich sehr erfreut über das deutliche Resultat. «Ich bin froh über das Vertrauen der Grenchner Stimmbürgerinnen und Stimmbürger in den Gemeinderat und danke der Bevölkerung für das klare Resultat.» Die relativ tiefe Wahlbeteiligung erstaune ihn nicht, da das Geschäft auch nicht umstritten gewesen sei. «Und wir hatten auch schon Abstimmungen, bei denen die Wahlbeteiligung in Grenchen gegen 20 % ging.»

In Grenchen kann nun das vom Kanton geforderte Sekundarschulzentrum mit allen Abteilungen unter einem Dach realisiert werden. Die Schulhäuser Zentrum können umgebaut werden. Der Kanton hatte verlangt, dass im Rahmen der beschlossenen Sek-I-Reform alle Abteilungen (Sek K, B, E und P) und alle drei Jahrgänge, also 7., 8. und 9. Schuljahr, an einem einzigen Standort unterrichtet werden.

Grenchen kann nun auch diesen letzten Schritt zur Umsetzung der vom Kanton beschlossenen Reform der Sekundarstufe gehen. Das heisst: alle Abteilungen (SEK K, B, E und P) und alle drei Jahrgänge werden künftig an einem Standort unterrichtet. Das ermöglicht die Durchlässigkeit unter den Abteilungen, ein breiteres Bildungsangebot sowie Synergien zur Qualitätssteigerung und Kostenoptimierung.

Bereits 2008 wurde mit den Projektarbeiten begonnen und aus drei Varianten wurde schliesslich die nun vorliegende ausgewählt: Die Zentralisierung wird in den Schulhäusern II, III und IV vorgenommen, so beschlossen vom Gemeinderat im Juni 2009.

Löwenanteil beim Schulhaus III

Der Löwenanteil des Bruttokredits von 3,59 Millionen entfällt dabei auf das Schulhaus III: Rund 2,42 Mio. Franken werden hier eingesetzt. Die gesamten Elektroanlagen im 1987 letztmals sanierten und unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes müssen ersetzt werden, ebenso wird ein Teil der Toiletten saniert. Klassenzimmer werden renoviert, naturwissenschaftliche Labors und Räume für den Zeichnungsunterricht eingerichtet und entsprechend umgebaut. Bestehende Türen werden durch Brandschutztüren ersetzt – wobei die alten Türblätter wieder auf den neuen Türen aufgeklebt werden, um den Charakter des Gebäudes zu erhalten. Ebenfalls ersetzt werden die Lamellenstoren. Mit diesen Arbeiten will man schon in diesem Jahr in den Ferien beginnen.

Sogleich starten wird man mit den Arbeiten im Schulhaus II, das als reines Unterrichtsgebäude 11 Klassen Platz bieten wird und in der Umbauphase als Puffer dienen soll. Denn: damit das Schulhaus III saniert werden kann, müssen Klassen hierhin ausgelagert werden. In diesem Schulhaus werden die sanitären Anlagen, die auf Erstklässler ausgerichtet sind, altersgerecht angepasst. Das Treppenhaus und die Garderoben werden saniert und ein Teil der Elektroanlagen ersetzt. Im Untergeschoss wird der Werkraum zu einem Mehrzweckraum umgebaut. Im Schuhaus IV schliesslichwerden die Werkräume umgebaut und ergänzt, ein Treppenlift und ein zusätzlicher EDV-Raum eingerichtet.

Einen Plan B gab es laut Scheidegger nicht. «Man hätte die Zentralisierung so oder so vornehmen müssen. Das verlangt die Reform. Ausserdem besteht schon länger ein Sanierungsbedarf bei den genannten Schulhäusern, insbesondere beim Schulhaus III, wo man die total veralteten Elektroanlagen ersetzen muss.»