Dies jedenfalls schreibt die Geschäftsleitung der Schulen in einer Medienmitteilung. «Mit Genugtuung darf festgestellt werden, dass die Schulen Grenchen gut organisiert sind und der Betrieb gut funktioniert. Somit wurden von den unabhängigen Experten alle Ampeln auf ‹Grün› gesetzt», so die Mitteilung weiter.

Unabhängige Experten der Pädagogischen Hochschule Nordwestschweiz untersuchten im Auftrag des Departements für Bildung und Kultur die Qualität der Schulen Grenchen. Mehr als 1200 Eltern, 1600 Schüler, 140 Lehrpersonen, Schulleitungen, Schulverwaltungs-Mitarbeitende, Behördenmitglieder und der Stadtpräsident wurden im Verlauf des Frühlings schriftlich und zum Teil auch mündlich befragt.

Unterrichtsbesuche ergänzten die erhobenen Daten und ermöglichten quantitative und qualitative Aussagen zu den Schulen Grenchen aus einer unabhängigen Perspektive. Resultat ist ein 62-seitiger Bericht mit Anhängen, der am Mittwoch an einer Veranstaltung den Lehrkräften und der Schulverwaltung vorgestellt wurde.

Insbesondere wurde - auf Wunsch der Geschäftsleitung (GL) und der Fachkommission (FK) - auch das von einzelnen Politikern immer wieder kritisierte Führungsmodell der Grenchner Schulen durchleuchtet.

Fazit laut Mitteilung: Das kollegiale Führungsmodell mit gleichberechtigten Mitgliedern hat sich aus der Sicht der unabhängigen Experten bewährt. Das wundert Mark Widmer, Schulleiter Eichholz und in der GL unter anderem zuständig für die Schulentwicklung, nicht.

«Das Modell mit Schulkreisleitern, die vor Ort nahe am Puls des Geschehens sind und die Schule administrativ, personell und pädagogisch leiten und zusammen wiederum ein übergeordnetes Führungsgremium mit Ressortleitern bilden, hat sich seit acht Jahren bewährt.»

Ob der Evaluationsbericht veröffentlicht wird, ist laut Widmer noch offen. Die «verschiedenen Anspruchsgruppen», darunter auch der Gemeinderat, würden zu gegebener Zeit über den Inhalt, aber auch über die gezogenen Schlüsse und Massnahmen informiert. (at.)