Nicolai Bur (3. Lehrjahr) und Tobias Affolter (2. LJ) wussten, wovon sie sprachen, als sie gestern insgesamt 15 Schülerinnen und Schülern aus der Region den Beruf des Zeichners Fachrichtung Architektur erläuterten. Anhand von Fotos zeigten sie, wie ein Bauprojekt abläuft, erklärten, wie man in einem Architekturbüro an einem CAD arbeitet, welchen Fachunterricht man in der Gewerbeschule besucht und welche Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten sich bieten. Es sei ein interessanter und abwechslungsreicher Job, bei dem man nicht nur im Büro sitze, sondern auch immer wieder Baustellen besuchen könne. «Schwarz ist bestehend, rot ist neu, gelb wird abgebrochen», erklärt Bur anhand eines Grundrisses am Computer.

«Wer, wenn nicht die Lernenden selber, kann den Schülern am besten erklären, worum es bei einer Lehre geht», meint ihr Chef Marco Crivelli. Er und Geschäftspartner Aldo Bigolin haben gute Erfahrungen gemacht mit dem System der Schnupperlehre. Bis zu 20 Schnupperlehrlinge, jeweils für drei oder vier Tage, nimmt das Architekturbüro pro Jahr auf, wie Bigolin erläutert. Dies habe den Vorteil, dass man die Person bereits etwas kenne, wenn sie sich für eine Lehrstelle bewirbt. Denn für Crivelli ist klar: «Man kann nicht über mangelnden Berufsnachwuchs klagen und selber nichts dafür tun.»

Das Architekturbüro mit 13 Mitarbeitenden machte deshalb auch bei der zweiten Ausgabe des Grenchner Wirtschaftstages mit, der vom Gewerbeverband durchgeführt wird.