Der Schlussspurt für die Nationalratswahlen vom 18. Oktober hat eingesetzt. Mit Ausnahme der SVP können alle Regierungsparteien einen Kandidaten aus Grenchen vorweisen. Die Wahlkampfstrategien sind dabei grundverschieden: SP-Kandidat Remo Bill startete am vergangenen Wochenende im intimen Rahmen, bei sich zu Hause, wo er ein Dutzend Genossinnen und Genossen auf seine Ziele einschwor.

Er folgte mit dieser Einladung «an den Küchentisch» der nationalen Strategie der SP, die damit ihre Basis bzw. die Wahlkampfhelfer auf Trab bringen will. Er sei voll motiviert für den Erhalt der beiden SP-Sitze zu kämpfen, tat Bill bei Sandwich und Granicum kund. Er steht auch voll hinter dem Windpark und der Pistenverlängerung. Eine erste Standaktion ist am Samstagvormittag auf dem Postplatz geplant.

SVP fährt Ueli Maurer auf

Ungleich grösser anrichten wird heute Mittwoch die SVP. Sie fährt mit Verteidigungsminister Ueli Maurer im Stadtzentrum buchstäblich schweres Geschütz auf. «Bundesrat Ueli Maurer, Ständeratskandidat Walter Wobmann und die Nationalratskandidatinnen- und -kandidaten mischen sich unters Volk auf dem Marktplatz Grenchen», heisst es in einer Mitteilung. Allerdings gibts auf der SVP-Hauptliste keine einzige Frau. Ein Grenchner fehlt ebenfalls, weshalb die Partei wohl hier so richtig Gas gibt. Der Anlass mit Apéro für alle dauert von 17 bis 19 Uhr.

«Spektakuläre Aktionen und Gadgets kann man von mir nicht erwarten. Ich denke, dass die Leute hier meinen Leistungsausweis, zum Beispiel im Kantonsrat, kennen», meint der Grenchner FDP-Kandidat Alexander Kohli. Er werde zudem mit Plakaten auf sich aufmerksam machen sowie mit Mailings an ausgewählte Personen. Natürlich werde er an den Wahlveranstaltungen der FDP im ganzen Kanton anzutreffen sein. Einen Höhepunkt wird am 24. September ein FDP-Anlass im Velodrome darstellen.

Auf Twitter und Facebook

Matthias Meier-Moreno, der für die CVP ins Rennen steigt, wird ebenfalls nicht mit der grossen Kelle anrichten. Auch er wird mit der Partei kantonsweit auf Tournee sein sowie an zwei Standaktionen der CVP auf dem Zytplatz am 11. September und am 10. Oktober. Der CVP-Ersatzgemeinderat tummelt sich überdies in den Social Media Facebook und Twitter und kann damit beim jüngeren Publikum punkten.

Geplant ist zudem von der Stadt aus ein überparteilicher Anlass mit allen Grenchner Kandidierenden am 12. September auf dem Marktplatz. Dort dürfte man auch der Grenchner Jungpartei-Kandidatin Andrea Heiri (JCVP) begegnen.