Finanzprobleme
Grenchner Industrie steht unter Strom

Den Grenchner Industrieunternehmen geht es nicht gut. Die Städtischen Werke Grenchen (SWG) tragen dem Rechnung und verzichten auf einen Teil des angekündigten Preisaufschlags.

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Strompreis

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Keystone

Bereits im letzten Jahr hat die SWG von einem vollumfänglichen Preisaufschlag abgesehen, um die ortsansässige Industrie zu unterstützen. Probleme bei den Unternehmen gibt es aber auch in diesem Jahr. Deshalb soll die Preiserhöhung nicht so hoch anfallen, wie ursprünglich angekündigt. «Die voraussichtlich weiter anhaltende Schwäche des Euros macht der Grenchner Exportwirtschaft schwer zu schaffen», erklärt Per Just, Geschäftsführer der SWG gegenüber grenchen.net. «Die SWG sieht sich als Partner der Grenchner Industrie und ist deshalb bereit, auf die ihr zustehenden Erhöhung der Durchleitungsentgelte bei den Strompreisen zu verzichten. Die SWG will damit den Industriekunden wohlwollend entgegenkommen und sie in problematischen Zeiten unterstützen.

Da die SWG den Strom über eine Drittfirma einkauft, kann sie am Preis nicht viel rütteln. Die Energie sei sowieso teurer geworden, meint Just. Konkret betrage die Erhöhung in diesem Jahr zwischen 0.3 und 0.4 Rappen pro Kilowattstunde.

40 Prozent weniger als angekündigt

Um der Grenchner Industrie doch unter die Arme greifen zu können, nimmt die SWG daher Abstriche bei der Marge bei den Durchleitungskosten in Kauf: Rund 40 Prozent weniger, als ursprünglich angekündigt. Dies bedeutet aber auch, dass für das regionale Stromnetz weniger Investitionskapital zur Verfügung stehen wird.

Nichts desto Trotz will die SWG im gleichen Masse weiter investieren. «Wir können uns nicht erlauben weniger zu investieren», sagt Just gegenüber der az. Der Mehraufwand wird von der Substanz des Unternehmens abgezogen. (lds)

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