Nur noch Grenchen, Lengnau, Biel  und Lausanne sammeln das Altglas ein, in Grenchen mit einer monatlichen Sammlung durch den Kübelwagen des Werkhofs. Sozusagen als letztes Teil-Projekt des Effizienzprogrammes Effibau hat der Gemeinderat beschlossen, zum allgemein verbreiteten System mit Sammelstellen zu wechseln. Heiner Roos, abtretender Change Manager in der Baudirektion, erläuterte nochmals die wichtigsten Vorteile des Systemwechsels: Die Stadt erhält mehr Geld durch die farbgetrennte Sammlung und der Werkhof kann 1000 Mannstunden pro Jahr einsparen. «Das fällt ins Gewicht angesichts der 5000 Überstunden, die sich im Werkhof angehäuft haben», sagte Roos.

«Die Entscheidung wird zwar weiter zu reden geben, aber wir können nicht Optimierungen verlangen und wenn diese spruchreif sind, Nein sagen», meinte SP-Fraktionschef Remo Bill. Auch die anderen Fraktionssprecher teilten diese Sichtweise, wobei angeregt wurde, nötigenfalls die Anzahl der Sammelstellen anzupassen. «Solothurn ist flächenmässig kleiner und hat elf Sammelstellen», meinte etwa Nicole Hirt (GLP). Eine Petition von Kantonsrat Peter Brotschi, der sich zusammen mit gut 300 Mitunterzeichnern gegen den Systemwechsel wandte, wurde in der Folge einstimmig abgelehnt.

Kein Anschluss für den Rehweg

Der Gemeinderat hat ferner ja gesagt zur Generellen Wasserversorgungsplanung GWP. Die meisten Fraktionssprecher gaben hier ihrer Zufriedenheit Ausdruck, dass es gelungen sei, Anwohner am Rehweg von der Anschlusspflicht ans städtische Netz zu befreien; dies, weil diese über eine private Wasserversorgung verfügten und sich auch gewehrt haben. Alex Kaufmann (SP) merkte demgegenüber an, dass der Anschluss an eine öffentliche Wasserversorgung auch eine gewisse Wertsteigerung der Liegenschaften bedeuten könne.

15. Kindergarten beschlossen

Ja gesagt hat der Gemeinderat auch zum Bau eines 15. Kindergartens auf dem Areal des Quartierspielplatzes Rötistrasse. Er hat dafür einen Kredit im Umfang von 850'000 Fr. gesprochen. Die schmucklose Zweckbaute - hinsichtlich der Architektur gab Stadtbaumeisterin Drazenka Dragila der Kritik von Angela Kummer (SP) recht - soll bereits zu Beginn des Schuljahres 2017/18 in Betrieb gehen. Die Zeit eilt und die Stadt brauche Schulraum.

Auch alt Polizeikommandant Robert Gerber hatte noch einmal einen Auftritt vor dem Rat. Er präsidierte eine Arbeitsgruppe, welche die Überprüfung der Organisationsstruktur der Sicherheits- und Rettungsdienste zur Aufgabe hatte. Fazit: Es bestehe kein Handlungsbedarf, insbesondere da zurzeit die Kantonalisierung des Zivilschutzes diskutiert werde. Der Rat teilte Gerbers Einschätzung voll und ganz.