Grenchen
Grenchner Freibad musste wegen Gasunfall evakuiert werden

Wegen ausgetretenem Chlorgas musste das Gartenbad in Grenchen am Samstagmorgen evakuiert werden. Personen wurden keine verletzt. Die Badesaison ist in Grenchen nach dem Vorfall aber frühzeitig zu Ende.

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Schwimmbad Grenchen musste evakuiert werden.

Schwimmbad Grenchen musste evakuiert werden.

Hanspeter Bärtschi

Im Raum mit der Wasseraufbereitungsanalage im Bereich der Chlorgasanlage ist an der Neumattstrasse im Schwimmbad Grenchen am Samstag kurz nach 8.30 Uhr, aus einer Gasflasche eine geringe Menge Chlorgas ausgetreten.

Das Gas konnte innerhalb des Raumes gebunden werden und gelangte deshalb nicht in die Umwelt. Für die Bevölkerung bestand keine Gefahr, wie die Kantonspolizei Solothurn mitteilte. Verletzt wurde durch das Chlorgas niemand. Das Gartenbad wurde aber vorsorglich evakuiert.

Einsatzkräfte der Feuerwehr Grenchen und der Chemiewehr Solothurn konnten den Gasaustritt stoppen und nahmen entsprechende Messungen im Schwimmbad vor, welche sich im normalen Bereich befinden. Zur Klärung der genauen Umstände hat die Kantonspolizei Solothurn eine Untersuchung eingeleitet.

Badesaison wird beendet

Die Baudirektion Grenchen hat nach dem Unfall beschlossen, das Schwimmbad per sofort zu schliessen und die Badesaison 2013 vorzeitig zu beenden. Ursprünglich hätte die Badi in einer Woche schliessen sollen.

«Wir bedauern diesem Umstand sehr, doch die Einhaltung der Sicherheit lässt uns keine andere Wahl», schreibt Stadtbaumeister Claude Barbey in einer Mitteilung.

Für eine provisorische Sofort-Instandstellung der Chlorgasanlage müssten über 5000 Franken aufgewendet werden. Für die Baudirektion sei das angesichts der einen Woche, die bis zu offiziellen Schliessung noch bleibt, unverhältnismässig und wirtschaftlich nicht zu verantworten. Barbey weist auch auf die schlechten Wetterprognosen hin. Für nächste Woche ist eine Kaltfront angesagt.

Das Badeareal soll die nächste Woche aber weiterhin zugänglich sein (zam/rsn)