Sintron-Polymec
Grenchner Firma muss vor Weihnachten Mitarbeiter entlassen

Der Firma Sintron-Polymec sieht sich gezwungen, aufgrund der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens Mitarbeiter zu entlassen. Insgesamt verlassen 13 Mitarbeiter den Grenchner Industriezulieferer.

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Sintron-Polymec beschäftigt an der Mattenstrasse 3 knapp über 110 Mitarbeiter.

Sintron-Polymec beschäftigt an der Mattenstrasse 3 knapp über 110 Mitarbeiter.

Andreas Toggweiler

Für Sintron-Polymec, angesiedelt an der Mattenstrasse 3, war es ein schwieriges Jahr. Jetzt lässt es die wirtschaftliche Situation nicht anders zu: Der Grenchner Industriezulieferer muss Mitarbeiter entlassen. Ende November wurden die blauen Briefe verschickt, wie «Blick.ch» berichtet. Eine Woche vorher hätten die Mitarbeiter noch zusammen Weihnachten gefeiert, heisst es.

Firmenchef Kilian Hunziker bestätigt auf Anfrage sieben Entlassungen und erklärt: «Wir weisen einen höheren Anteil an automatisch herzustellenden Teilen auf. Dies führt leider dazu, dass wir den Bestand und die Zusammensetzung unseres Personals anpassen müssen.» Zusätzlich sei die Ertragslage zurzeit angespannt. «Demzufolge war der Zeitpunkt der Kündigungen leider nicht besser zu legen, um den Erhalt der übrigen Stellen absolut zu sichern», so Hunziker.

Keine weiteren Kündigungen «in naher Zukunft»

Laut dem Firmenchef ist der Stellenabbau aber bereits «Anfang November, mehrere Wochen vor dem Weihnachtsessen, der gesamten Belegschaft offen und ehrlich angekündigt» worden. Das Weihnachtsessen wurde dann am 20.November trotzdem durchgeführt.

Ende November wurden sieben Mitarbeitern die Kündigung ausgesprochen. «Einzelne Personen haben zusätzlich den Betrieb aus eigenem Antrieb verlassen», so Hunziker. So beenden insgesamt 13 Personen ihre Arbeit bei Sintron-Polymec. Bei sämtlichen Mitarbeitern soll die normale Kündigungsfrist eingehalten werden.

Werden noch weitere Stellen gestrichen? «Ich gehe zurzeit nicht davon aus», so Kilian Hunziker, «dass wir in naher Zukunft weitere Mitarbeiter aus wirtschaftlichen Gründen entlassen müssen – dies ist im Rahmen dieser für uns sehr grossen Welle erfolgt.»

Vorwurf: Lohndumping

Ein Mitarbeiter, der den blauen Brief bekommen hat, erhebt im «Blick» den Vorwurf, Sintron-Polymec würde Lohndumping betreiben. Diese Vorwürfe seien «in keiner Weise haltbar», sagt Hunziker. Es sei auf dem derzeitigen Arbeitsmarkts sehr schwierig, Fachkräfte und zum Teil qualifizierte Hilfskräfte zu erhalten. «Es besteht daher keinerlei Absicht und Anlass zu Lohndumping».

In Grenchen zählt die Firma Sintron-Polymex derzeit etwas über 110 Mitarbeiter. Insgesamt beschäftigt die Gruppe, die noch eine Zweigstelle in China hat, 130 Personen. (ldu)