Grenchen
Grenchner FDP-Vorstand sagt Nominations-Veranstaltung ab

Die restlichen bürgerlichen Parteien wollten die FDP Grenchen dazu bringen, ihren Entscheid, Hubert Bläsi als Stadtpräsident vorzuschlagen, zu überdenken. Der FDP-Vorstand zeigt sich unbeeindruckt. Dennoch verschiebt er die Nominationsversammlung.

Patrick Furrer
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Hubert Bläsi ist der Wunschkandidat der FDP.

Hubert Bläsi ist der Wunschkandidat der FDP.

AZ

Die Nominationsversammlung wird aus strategischen Gründen von Mai in den Herbst verschoben.

Die Drohgebärden von SVP, GLP und BDP bleiben bei der FDP Stadt Grenchen doch nicht ganz ohne Folgen. Nachdem die FDP eigentlich schon Mitte Mai ihren Kandidaten für die Wahl fürs Stadtpräsidium nominieren wollte, wird daraus vorerst nichts. «Wir werden die Nominationsversammlung noch nicht durchführen, die Zeit ist noch nicht reif», bestätigt Präsident Alexander Kohli auf Anfrage.

Vorstandsmehrheit ändert Meinung nicht

Der Vorstand reagiere damit nicht auf die anderen Parteien, sondern wolle der Partei noch mehr Zeit für die Meinungsbildung geben. Man lasse sich von anderen Parteien nichts vorschreiben. Deshalb werde der Vorstand seinen Entschluss, Vize-Stadtpräsident Hubert Bläsi (55) der Nominationsversammlung vorzuschlagen, nicht überdenken.

Die Nomination eines Kandidaten wird in Koordination mit den übrigen Nominationen für die Gemeinderats- und Kantonsratswahlen stattfinden.

Erst schauen, was die anderen machen

Mit der Nomination noch zuzuwarten, hat der Vorstand an seiner Sitzung von Montag entschieden. Dass die anderen bürgerlichen Parteien erneut bekräftigt haben, François Scheidegger zu bevorzugen, ändert an der Haltung der Freisinnigen nichts.

«Wir hoffen nach wie vor auf einen Schulterschluss der bürgerlichen Parteien. Aber reinreden lassen wir uns nicht, und wir lassen uns auch nicht zu einer Handlung zwingen.» Die FDP befinde sich nicht im Zugzwang, und der Vorstand wolle nun erst einmal schauen, was die anderen Parteien - primär die SP - machen und wie der Zeitplan für die Wahlen aussehe. Daher nun der strategische Entscheid, die Nomination zu verschieben.