Im Vordergrund des Bustests zwischen Anfang und Mitte September stand der direkte Vergleich zwischen den Test-Bussen. «Grundsätzlich beeindruckt uns die Wirtschaftlichkeit der Hybridtechnologie», erklärt Mathias Grünenfelder, Direktor von «AAR bus+bahn». «Es ist jedoch auch interessant, Vergleichsdaten von einem Erdgas-Bus zu erhalten, der auf unserem Netz und auf unserer Topografie verkehrt», so Grünenfelder weiter.

Risiko für Grenchen

Für den BGU ist es nicht neu, dass ein anderer Betrieb ein Testfahrzeug ausleihen möchte. Bereits vor drei Jahren suchten die Basler Verkehrsbetriebe über den Hersteller ein Testfahrzeug. Dieser verwies die Basler an den BGU, welche daraufhin einen Bus an den Rhein ausliehen.

Bei jeder Ausleihe gehen die Grenchner Busbetriebe auch ein gewisses Risiko ein, denn sie geben zeitweise eines ihrer drei Reservefahrzeuge ab. «Während der Testphase in Aarau kribbelte es mich manchmal schon ein bisschen», gibt Hans-Rudolf Zumstein, Geschäftsleiter des BGU, zu. So war plötzlich am heute Morgen gar kein Reservefahrzeug mehr vorhanden, als die anderen beiden Busse in der Garage mussten.

Der BGU-Geschäftsführer leiht trotzdem gerne Busse aus. «Es ist in meinem Interesse, dass auch andere Städte die Vorzüge von erdgasbetriebenen Fahrzeugen entdecken», so Zumstein. Zudem schaut am Ende auch finanziell etwas für den Busbettrieb in Grenchen heraus.

In der Uhrenstadt sind momentan Hybridbusse kein Thema. Diese seien schlichtweg zu teuer. Daher setze Grenchen weiterhin auf Erdgas.  (san)