Rettungsdienste
Grenchner billigen Zusammenlegung der Rettungsdienste

An der Gemeindeversammlung vom Dienstag gab es keine Diskussion um die anstehende Zusammenlegung von Feuerwehr, Zivilschutz und dem ambulanten Rettungsdienst. Die Grenchner stimmten der Änderung in der Gemeindeordnung zu.

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Feuerwehr, Zivilschutz und ambulanter Rettungsdienst werden zu einer Organisationseinheit. oliver menge

Feuerwehr, Zivilschutz und ambulanter Rettungsdienst werden zu einer Organisationseinheit. oliver menge

Solothurner Zeitung

Nur gerade 86 Stimmberechtigte fanden gestern ins Parktheater. Im Vorfeld, selbst noch kurz vor der Gemeindeversammlung, hatte die geplante Zusammenführung der Schutz- und Rettungsdienste für Diskussionen gesorgt. An der Gemeindeversammlung blieb es hingegen ruhig. Der Zusammenlegung von Feuerwehr, Zivilschutz und ambulantem Rettungsdienst zu einer Organisationseinheit und den dafür erforderlichen Änderungen in der Gemeindeordnung stimmten die Anwesenden nach einem Referat von Beat Käch, Experte aus Zürich, ohne Gegenstimme bei zwei Enthaltungen zu.

Käch wies in seiner Rede auf die Vorteile eines Zusammenschlusses hin. Eine starke Struktur sei vonnöten, um sich im harten Verdrängungskampf zu behaupten. Bei der Vorlage ging es konkret um die Herauslösung des ambulanten Rettungsdienstes aus der Polizei, der Gemeinderat hatte die Zusammenlegung von Zivilschutz und Feuerwehr bereits beschlossen. Bisher waren alle Anläufe für eine Zusammenlegung gescheitert.

Umsetzung kann nun erfolgen

Mit dem Entscheid der Gemeindeversammlung kann nun die Umsetzung in Angriff genommen werden. Damit verbunden ist die Schaffung einer neuen, übergeordneten Kommandostruktur, deren Leiter in Personalunion einen der drei Dienste leitet. Dem Stadtpräsidenten sind neu noch der Polizeichef und der Leiter der neuen Organisation unterstellt. Einer der Topkandidaten für den Posten, Zivilschutz-Chef Remo Schneider, leitete zum nächsten Traktandum weiter: Die Versammlung bewilligte einstimmig die 14 Rappen, um die der Voranschlag der Regionalen Zivilschutzorganisation den vertraglich vereinbarten Betrag pro Kopf von 17 Franken überschreitet.