Grenchen

Grenchens Stadtgeschichte wird neu geschrieben

Salome Moser Schmidt im Stadtarchiv. Sie ist die Projektverantwortliche. (Archiv)

Salome Moser Schmidt im Stadtarchiv. Sie ist die Projektverantwortliche. (Archiv)

Grenchen lässt seine Stadtgeschichte neu verfassen. Aufgearbeitet wird die jüngste Grenchner Geschichte beginnend mit der Industrialisierung um 1850 bis heute. Das Buch soll 2017 erscheinen.

Bis zum 18. Februar lief die Bewerbungsfrist für den Posten der Projektleitung. Gesucht wurde eine ausgewiesene Historikerin oder ein Historiker mit Erfahrung in ähnlichen Projekten (wir berichteten). Das Rennen gemacht hat die Firma fokus AG und der verantwortliche Historiker Daniel Kauz Schilling (Zürich), wie die Stadt Grenchen mitteilt. Die Gemeinderatskommission setzte zudem eine Fachgruppe ein, welche das Projekt begleitet.

Die letzte umfassende Aufarbeitung der Geschichte Grenchens, das «Heimatbuch» von Werner Strub, geht auf das Jahr 1949 zurück. Was fehlt, ist eine historische Aufarbeitung des wirtschaftlichen Wachstums und seiner Folgen in den 1950er und 1960er Jahren, wie auch der grossen Krisen in den 1970er und 1980er Jahren. «Auch genügt die Monografie von Werner Strub den heutigen Anforderungen an eine wissenschaftliche Aufarbeitung nicht mehr», heisst es in der Mitteilung. Höchste Zeit, Grenchens Stadtgeschichte neu zu schreiben.

Projekt kostet 530'000 Franken

Das Ziel sei eine «anschaulich und verständlich geschriebene, attraktiv gestaltete und wissenschaftlich fundierte Geschichte» der Stadt Grenchen der Jahre 1851-2011. «Die Publikation soll die Stadtgeschichte Geschichte erfahrbar machen und das Bewusstsein der Grenchnerinnen und Grenchner für ihre Stadt schärfen», sagt Salome Moser Schmidt, Projektverantwortliche und Stadtarchivarin. Und Alfred Fasnacht, Präsident Stiftung Museum Grenchen, betont: «Wir wollen die gewonnen Erkenntnisse für spannende Ausstellungen im Kultur-Historischen Museum nutzen.»

Die Kosten des Projekts von 530‘000 Franken werden mit 150‘000 Franken von der Stadt Grenchen getragen. Der Rest soll durch den Lotteriefonds, Stiftungen, Sponsoren und Verkaufserlös gedeckt werden. (ldu)

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