Grenchenberg
Volles Engagement und viel Herzblut für die Sportwochen: Der neue Skilift wird rege benützt

In den Sportwochen zieht es viele auf den Grenchenberg – zum Wandern, Schlitteln und Skifahren. Ein Augenschein.

Nadine Schmid
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Der neue Skilift auf dem Grenchenberg ist ein Erfolg.

Der neue Skilift auf dem Grenchenberg ist ein Erfolg.

Nadine Schmid

Um 12 Uhr rollen sie an. Die beiden Skilifte auf dem Grenchenberg. Noch hat es nur vereinzelte Gäste. Zwei von ihnen sind Romy Huber mit Tochter Stella. Nach einer kurzen Verpflegung draussen in eisiger Kälte vor dem geschlossenen Restaurant, das aber Take-away anbietet, wollen sie sich auf den Weg zur Skipiste machen. «Wir sind absichtlich etwas früher gekommen. So können wir zumindest einmal noch zusammen auf die Piste vor der Skischule», erklärt Romy Huber.

Stella schwärmt: «Das Skifahren ist toll, mir gefällt es in der Skischule!» Etwas weiter beim Bus der BGU trifft man Fahrer André Blunier an, der beide Wochen die Gäste auf den Untergrenchenberg fährt. «Es ist eine Premiere für mich und ich mache es gerne, es ist schön und eine Abwechslung», erklärt er. Der Verkehr funktioniere dank des Ampelsystems gut. Bevor es für ihn heisst, wieder den Berg herunterzufahren, will er sich noch rasch beim Restaurant einen Kaffee holen.

80 Kinder in zwei Wochen

Schliesslich ist der Parkplatz voll und der nächste Bus eingetroffen. Die Pisten füllen sich allmählich und auch Skilift-Leiter Urs Brotschi ist auf dem Platz, um die Skischülerinnen und -schülern am Freitag, dem letzten Tag der ersten Woche, in Empfang zu nehmen. Er findet zufriedene Worte: «Rein vom Wetter und den Schneeverhältnissen her und bei dem ganzen Engagement aller Beteiligten ist es sensationell. Es machen auch viele Kinder mit. In der ersten Woche waren es 40, insgesamt über beide Wochen werden es wohl 80 sein. Über zwölf Lehrpersonen sind im Einsatz.»

Bisher hatte man nur in Spitzenwintern so viele Teilnehmende. «Man muss sich einfach damit begnügen, was man hat. Ich kann die aktuelle Situation nicht ändern.» So dürfe er beispielsweise kein Skirennen durchführen. Dennoch habe er die Medaillen mitgenommen, die er den Kindern am Ende des Nachmittags als Erinnerung mitgeben möchte. Wichtig sei ihm, einen grossen Dank auszusprechen. «Dieser geht an alle Beteiligten, zum Beispiel an den Skilift, die BGU, an das Restaurant, die Leiter und Eltern – Sie alle haben sich grosse Mühe gegeben, das ist nicht selbstverständlich.»

Die Schneeverhältnisse sind gut.

Die Schneeverhältnisse sind gut.

Nadine Schmid

Beste Pistenverhältnisse auch dank Kälte

In der Skilift-Häuschen sitzt Marc Schneider, der stellvertretende Betriebsleiter des Skilifts. Noch vor den Sportwochen war nicht klar, ob es genügend Schnee haben würde. Doch pünktlich zum ersten Tag konnte man öffnen. «Anfang Woche war der Schnee noch etwas knapp. Aber nachdem es erneut geschneit hat und jetzt mit diesen kalten Temperaturen, sind die Pistenverhältnisse perfekt.» Schneider zieht auch eine positive Bilanz. «Es kamen erst vor allem Kinder. Nun, da es wieder schönes Wetter ist, sind auch etwas mehr Erwachsene gekommen», so Schneider. Auch das Nachtskifahren konnte man durchführen.

Marc Schneider, stv. Leiter des Skiliftbetriebs

Marc Schneider, stv. Leiter des Skiliftbetriebs

ns

Etwas Mehraufwand entstünde natürlich durch die Coronamassnahmen. Die Leute würden sich in der Regel gut an die Vorschriften halten. Schneider: «Nur in wenigen Fällen mussten wir intervenieren. Die Besucherinnen und Besucher haben aber alle verständnisvoll reagiert.»