Die Stadt Grenchen bewirbt sich beim Eidgenössischen Schwingerverband (ESV) um die Durchführung der Jubiläumsfeierlichkeiten zum 125-jährigen Bestehen im Jahr 2020. Der Verband plant für den 30. August 2020 ein Jubiläumsschwingfest mit 120 Schwingern aus alles fünf Teilverbänden und eine Jubiläumsfeier mit gegen 1000 Gästen am 7. November 2020.

Der ESV hat die Schwingklubs und Teilverbände eingeladen, sich für die Austragung des Jubiläumsfestes zu bewerben. Kandidaturen müssen bis zum 30. September 2016 eingereicht werden.

Initiant der Kandidatur ist der Grenchner Dagobert Cahannes. «Das ist eine Chance, welche die Stadt packen kann, packen muss», meint der in Schwingerkreisen bestens vernetzte ehemalige Sportkommentator. Die Stadt Grenchen habe mit dem lokalen Schwingklub, dem Solothurner Kantonalverband und dem Teilverband der Nordwestschweiz (BS, BL, AG und SO) einen Trägerverein gegründet, der vom Grenchner Stadtpräsidenten François Scheidegger präsidiert wird. Als OK-Präsident habe sich der Grenchner Alexander Kohli – er kommandiert als Brigadier die Infanterie Brigade 5 – zur Verfügung gestellt.

Kompaktes Festgelände

Das Schwingfest soll auf einem 76 000 Quadratmeter grossen freien Gelände östlich vom Schwimmbad, dem Turnerstadion, der Tennishalle und dem Velodrome stattfinden. Laut Cahannes kann man mit einer sehr guten Erreichbarkeit auftrumpfen. «Das Festgelände ist nur gerade einen Kilometer von der Autobahnausfahrt entfernt. Wer mit dem Zug anreisen möchte, kann ab Grenchen Süd das Gelände mit einem kurzen Fussmarsch von zehn Minuten erreichen.»

Ab den Bahnhöfen sollen zudem Shuttlebusse verkehren. Die zahlreichen Parkplätze sollen zudem unmittelbar ans Festgelände angrenzend an der Neckarsulmstrasse zur Verfügung stehen. Auf dem Gelände sollen vier Tribünen für insgesamt 15'000 Zuschauer aufgebaut werden. Dazu kommen zahlreiche Stehplätze und eine Videowand für ein Public Viewing.

Auch für Jubiläumsakt beworben

Zwar gebe es auch noch andere Bewerber für das Fest, wie Cahannes einräumt. Interesse haben Luzern und Neuenburg. Beiderorts würde das Jubiläumsschwingfest in einem Fussballstadion stattfinden. Solche Lokalitäten seien in Schwingerkreisen aber nicht sehr beliebt, so Dagobert Cahannes.

Grenchen habe überdies noch einen weiteren Trumpf, denn es kann nebenan auch zusätzliche Infrastruktur sowohl am Schwingfest wie auch für die spätere Jubiläumsfeier anbieten. Mit dem Velodrome stünde den Athleten und Gästen – nur 200 Meter vom Festplatz entfernt – eine moderne Infrastruktur zur Verfügung. Die Tennishalle bietet knapp 100 Meter vom Schwingplatz entfernt Platz für 3000 Besucher.

Die Stadt Grenchen habe den Initianten einen «Kandidaturkredit» von 10'000 Franken gesprochen. Ein gleichlautendes Gesuch wurde auch beim Regierungsrat eingereicht. Zudem habe man seitens des Verbandes eine Zusicherung für die Übernahme von 10'000 Tickets, was allein Einnahmen von 1,1 Mio. Fr. generieren würde.

Das Kernteam der Kandidatur bilden ESV-Ehrenmitglied Heinz Lehmann, der langjährige technische Leiter des Solothurner Kantonalverbandes, Hans-Ruedi Zumstein (BGU-Direktor); der Solothurner Bauunternehmer Philippe Sterki; der Grenchner Rechtsanwalt Reto Gasser; Mike Brotschi als Vertreter der Stadt Grenchen und als Initiant Dagobert Cahannes. Das Kernteam will auch die Region in die Planung einbeziehen und mit den kantonalen wie ausserkantonalen Schwingklubs eng zusammenarbeiten.

Über die Vergabe des eintägigen Festes entscheidet die Delegiertenversammlung am 5. März 2017.