Grenchen
Weltcuprennen im Velodrome: Einzelne Schweizer Lichtblicke gegen Weltklasse-Konkurrenz

Zwei Bronzemedaillen verbleiben den Schweizer Fahrern an den Weltcuprennen Im Tissot-Velodrome. Die Konkurrenz war stark.

André Weyermann
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Es ging wieder rund im Tissot Velodrome: Die Damen absolvierten die Vielseitigkeitsprüfung Omnium.

Es ging wieder rund im Tissot Velodrome: Die Damen absolvierten die Vielseitigkeitsprüfung Omnium.

Ulf Schiller

Die Trauben hingen hoch für die Schweizer Elitefahrerinnen und -fahrer an den Rennen der zweithöchsten Klasse des internationalen Radsportverbandes im Tissot Velodrome in Grenchen. Dies verwundert allerdings nicht, denn die ausländische Konkurrenz war gespickt mit Sportlerinnen und Sportler, die sich bereits Edelmetall an internationalen Meisterschaften geholt haben.

Immerhin erfuhren sich Simon Vitzthum (Elimination) und Dominik Bieler (Scratch) jeweils eine Bronzemedaille. Ansonsten gingen die Podestplätze ausnahmslos an die bärenstarke niederländische Delegation, angeführt von Roy Eefting und Yoeri Havik, der bereits letzten Oktober an den Europameisterschaften an gleicher Stelle über Gold (Madison) gejubelt hatte.

Norwegerin Anita Stenberg dominierte

Die Damen absolvierten die Vielseitigkeitsprüfung Omnium, wobei die x-fache norwegische Meisterin und Bronzemedaillengewinnerin im Punktefahren an den Weltmeisterschaften 2020, Anita Stenberg, das Feld dominierte. Sie gewann die ersten drei Disziplinen und behielt auch in der hektischen abschliessenden Punktejagd die Übersicht. Ihr am nächsten kam die US-Amerikanerin Lily Williams (Bronze Olympia Tokyo in der Mannschaftsverfolgung).

Dahinter entwickelte sich ein packender Mehrkampf um die Bronzemedaille, in welchen erfreulicherweise auch die beiden Schweizerinnen Michelle Andres und Léna Méttraux eingreifen konnten. Sie belegten schliesslich hinter den beiden russischen Weltklassefahrerinnen Gulnaz Khatuntseva und Diana Klimova die hervorragenden Plätze fünf und sechs.

Einen feinen Erfolg feierte bei den Junioren (U19) der im Grenchner Trainingsstützpunkt ausgebildete Tim Rey. Er liess die starke italienische Konkurrenz (unter anderem mit Europameister Dario Belleta) im Tempo Race klar hinter sich. Unsere südlichen Nachbarn hielten sich dafür mit Siegen und allen Podestplätzen in den Disziplinen Scratch und Elimination schadlos.

Wullschleger knapp am Podest vorbei

Zu Renneinsätzen vor einer stattlichen Kulisse kamen auch die U17-Junioren mit den Siegern Elia Felsberger (Scratch) und Florian Hochuli (Punktefahren).

Schliesslich massen sich die Senioren (Ü40) ebenfalls im Punktefahren. Mit einem fulminanten Endspurt überflügelte dabei Dany Hirs seine härtesten Konkurrenten Lars Längauer und Oliver Rinner. Der für das einheimische Team Velo-Art/Velodrome Suisse fahrende Marcel Wullschleger verpasste einen Podestplatz nur knapp und klassierte sich als Vierter.

Detaillierte Resultate gibts hier

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