Das Derby begann aufregend. Nach 23 Sekunden vernichtete Fleuti bereits die erste Solothurner Chance durch Joaquin und auf der Gegenseite fischte Molina, noch vor Ablauf der ersten Spielminute, Cupi den Ball von den Füssen. Einige Grenchner Fans taxierten die Intervention als penaltywürdig. Der Schiedrichterpfiff blieb aber aus. Es ging munter weiter. Abschlussvesuche von Cupi auf Grenchner Seite und Patrick Hasler auf der Gegenseite, verfehlten das Ziel deutlich. In der 25. Minute verlor Funaro das Laufduell gegen Joaquin.

Dessen Hereingabe konnte von der Grenchner Defensive nicht unter Kontrollle gebracht werden. Munoz reagierte am schnellsten und drosch auf den herrenlosen Ball. Wiederum konnte sich Fleuti mit einer hervorragenden Fussabwehr brillant in Szene setzen. Noch während Solothurn den verpassten Chancen nachtrauerte, schlug es hinter Molina ein. Bartlome nickte bei einem Corner zum 1:0 ein. Das längst fällige Tor war Tatsache und tat dem Derby, welches bei hervorragenden äusseren Bedingungen stattfand, gut. Kurz vor dem Pausenpfiff beanspruchten die Gastgeber alles Glück, dass Joaquin den Ball nicht an Fleuti vorbeibrachte. Nach der Pause waren es die Grenchner, welche sündigten.

Siegsicherung in der Nachspielzeit

Zuerst zischte der Ball Kalina bei einem scharfen Pass von Cupi vor der Nase durch und danach vergab Bartlome aus kurzer Distanz. Auch diese ausgelassenen Möglichkeiten rächten sich postwendend. Liloia traf von der Strafraumgrenze mit einem trockenen Schuss zum 1:1 Ausgleich (56.). Molina verhinderte darauf ein fast sicheres Tor. Stauffer wurde von Kellerhals mit einem Zuckerpass lanciert. Alleine vor dem Solothurner Tor konnte der Grenchner Molina aber nicht bezwingen. Dem frisch eingewechselten Edward gelang dann ein Traumzuspiel, welches Mujic in der 84. Minute zum 2:1 nutzte. In der Nachspielzeit rettete Boumelaha für den geschlagenen Fleuti auf der Linie und auf der Gegenseite erzielte Kellerhals mit einem abgefälschten Distanzschuss das 3:1.

„Grenchen war heute das effizientere Team" resümierte FCS-Trainer Hasler. Solothurn habe mehr Chancen herausgespielt, welche normalerweise in Tore umgemünzt werden sollten. „Nun freuen wir uns mit Grenchen auf weitere Derbies in der nächsten Saison".