Schuss durch Haustüre
Grenchen: Schuss ist nach Bruder-Streit gefallen

Bei dem Streit, bei dem am Freitagabend in einem Grenchner Wohnhaus ein Schuss gefallen ist, handelt es sich um einen Konflikt zwischen zwei Brüdern.

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Bruno Gribi, Mediensprecher der Kantonspolizei, bestätigte einen entsprechenden Bericht des Fernsehsenders Tele M1.

Beide Brüder wohnen in demselben Haus an der Kirchstrasse. Kurz nach 20 Uhr kam es am Freitag zum Streit zwischen den Brüdern. Als der ältere der beiden in seine Wohnung zurückkehrte, folgte der jüngere und gab einen Schuss durch die Wohnungstüre seines Bruders ab. Verletzt wurde niemand. Laut Tele M1 befand sich das Opfer gerade neben dem Türrahmen, als der Schuss fiel.

Ob sich, wie der Fernsehsender berichtete, auch die Partnerin und die kleine Tochter in der Wohnung befanden, ist laut Bruno Gribi Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Wieder auf freiem Fuss

Die Polizei hat den 29-jährigen Täter am Freitagabend vor Ort angetroffen und mitgenommen. «Er wurde befragt und ist geständig», erklärt Gribi. Daraufhin wurde der Mann wieder entlassen. Haftgründe wie eine Fluchtgefahr, Fortsetzungsgefahr, Verdunkelungs- oder Kollisionsgefahr waren offenbar nicht gegeben.

Ob der Täter wieder im selben Haus wohnt wie sein 31-jähriger Bruder, ist nicht bekannt. . «Über die eingeleiteten polizeilichen Massnahmen machen wir keine Angaben», sagt Gribi.

Bei der verwendeten Waffe handelt es sich um ein Sturmgewehr 90 wie es auch die Schweizer Armee verwendet. «Es handelt sich aber um keine Armeewaffe. Das Gewehr ist vom Schützen mit einem gültigen Waffenerwerbsschein in einem Waffengeschäft ganz legal erworben worden», sagt Gribi. Derzeit keine Angaben macht die Polizei über das Motiv des Streites. (lfh)