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Grenchen revanchiert sich gegen Baden für Derby-Niederlage

Edin Hasanovic: Der Verteider, der auch Tore schiesst

Edin Hasanovic: Der Verteider, der auch Tore schiesst

Mit einem 2:0-Sieg gegen Baden vermochten sich die Grenchner vor dem Heimpublikum für die Derbyniederlage gegen Solothurn zu rehabilitieren. Die Tore für die Grenchner schossen wiederum Verteidiger.

Mit Hasanovic und Tugal sprangen zwei Verteidiger als Torschützen in die Bresche, denn wiederum gelang keinem Stürmer ein Tor.
 
Es war vor der Partie kaum zu überhören, dass bei den Grenchnern der Haussegen nach den zwei Niederlagen, zuletzt doch etwas schief hing. FCG-Trainer Kilchenmann versuchte deshalb mit Veränderungen innerhalb der Mannschaft zu reagieren.

Mit Kopfballtor in Front

Die Uhrenstädter gingen durch ein wunderschönes Tor in einer Standardsituation mit 1:0 in Front. «Ich konnte mich gut befreien und traf den Ball mit dem Kopf im richtigen Moment», freute sich Hasanovic.

Das Tor entsprach aber keinesfalls dem Spielverlauf, den Baden hatte zuvor mehr vom Spiel gehabt und wäre in der 22. Minute beinahe durch Marjanovic in Führung gegangen. Das Schiedsrichtertrio sah aber ein Offside und gab den Treffer nicht.

Stürmer versagen kläglich

So ging es mit einem Eintorevorsprung zum Pausentee in die Kabine. In der zweiten Hälfte war von den Aargauern nicht mehr viel zu sehen. Der FCG bestimmte das Spielgeschehen. In der 55. Minute wurde Tugal auf der linken Seite bei einem Vorstoss nicht angegriffen. Mit einem Flachschuss in die nahe Ecke schloss er sein Solo mit dem 2:0 ab.

Die FCG-Stürmer litten auch am Samstagabend wieder an einer Ladehemmung. In der 81. Minute wurde Muijc von Funaro mit einer perfekten Vorlage in den freien Raum geschickt, er scheiterte aber am Badener-Keeper. «Wir vergaben noch drei glasklare Torchancen. Dreimal haben unsere Stürmer alleine vor dem Goalie versagt», sprach FCG-Präsident Bernasconi Klartext. Dennoch war der Präsident zufrieden. Und das war auch Trainer Kilchenmann: «Die Mannschaft hat eine gute Leistung gezeigt. Ausser vielleicht zehn kritischen Minuten, hatten wir das Spiel im Griff.»

Auch Baden’s Trainer Domenico Sinardo gestand letztlich ein, dass die Grenchner als verdiente Sieger vom Platz gingen.
 
Telegramm: Grenchen – Baden 2:0 (1:0)
 
Brühl: 335 Zuschauer – SR: Ren.
 
Tore: 31.  Hasanovic 1:0, 55. Tugal 2:0.
 
Grenchen: Grosjean; Isch, Redzepi, Hasanovic, Tugal; Funaro, Kellerhals, Franjic, Hubacher (88. Stauffer); Walther (71. Edward), Mujic (92. Sadriji).
 
Baden: Schneider; Negrinelli, Dzodan, Dedaj, Markaj; Marjanovic, Renna (78. Üsküp), Saarelma (68. Sallauka), Ladner (46. Sünbül) ; Bieli, Kovacevic.
 
Bemerkungen: Grenchen ohne Trajkov (gesperrt), Wanner, Peralta, Fragapane und Salihi (alle verletzt), Bertelle (abwesend). Baden ohne Makuka, Rapisarda, Caroli (alle gesperrt), Hamdiu, Lanz (beide verletzt).
23. Tor von Marjanovic wegen Offside aberkannt. Trauerminute für den verstorbenen Ex-Präsident Filippo Della Balda.
 
Verwarnungen: 26. Franjic, 63. Hubacher, 68. Hasanovic, 74. Marjanovic (alle Foul)

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