Meister hat in einem Folgeartikel auf den Angriff auf Stadtpräsident Boris Banga die Präsidentin der Kulturkommission, Angela Kummer, der Lüge bezeichnet und auch sie scharf kritisiert. Meister ist offensichtlich im Besitz vertraulicher Protokolle, die ihm zugespielt wurden. Diese widerlegen offenbar die Aussagen, welche Kummer vergangene Woche gegenüber des Lokalradios «Canal3» machte.

«Brunnenvergifter»

Die SP verurteilt «den sogenannten Enthüllungsjournalismus, der im grenchen.net seine unselige Entfaltung feiern darf», wie sie in ihrem Communiqué schreibt. Mit Unwahrheiten, Vermutungen und illegal beschafften Sitzungsprotokollen würden systematisch Personen verunglimpft. Es dürfe nicht sein, dass Meister vertrauliche Protokolle zugespielt würden und die SP hofft, dass die Grenchner Bevölkerung den Brunnenvergifter erkenne und sich von dessen Machenschaften distanziere.

Die Partei setze sich dafür ein, dass Ungereimtheiten und politische Falschspieler aufgedeckt würden, aber die Grenzen seriösen Journalismus seien hier bei weitem überschritten worden. Sie distanziere sich in aller Form von diesem «brüllenden Journalistenstil und stehe hinter Angela Kummer und der Kulturkommission, aber auch hinter der Person von Regula Lüthi und dem Stadtpräsidenten. Die SP Grenchen werde die Verwaltung ermuntern und unterstützen, entsprechende rechtliche Massnahmen zur Aufklärung des Falles einzuleiten.

Alte Geschichte neu aufgewärmt

Paul-Georg Meister, Betreiber der Banga-kritischen Internetplattform «grenchen.net» hatte vergangenen Freitag publik gemacht, dass der Grenchner Anerkennungspreis 2012 aufgrund der Nomination einer Banga-Kritikerin nicht vergeben werde. Boris Banga, Stadtpräsident von Grenchen, schoss in der Folge scharf gegen Meister und seine Enthüllungen.  (om/san)