Grenchen
Grenchen nahm Abschied von Stephie Born

Eine grosse Anzahl von Trauergästen hat am Mittwoch morgen in der Eusebiuskirche Abschied genommen von Stephie Born. Die beliebte Grenchnerin und langjährige Stapi-Sekretärin wurde als Vorbild gepriesen.

Andreas Toggweiler
Merken
Drucken
Teilen
So wie hier auf einem Bild von 2005, bleibt Stephie Born den Grenchnern in Erinnerung

So wie hier auf einem Bild von 2005, bleibt Stephie Born den Grenchnern in Erinnerung

Maddalena Tomazzoli

Es war, als stünden selbst in der Uhrenstadt die Uhren für eine Stunde still, als sich hunderte in der Eusebiuskirche zum Abschiedsgottesdienst für Stephie Born versammelten. Die ehemalige Chefsekretärin der Stadtpräsidenten Edi Rothen und Boris Banga war am 14. Oktober im 78. Altersjahr nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben. Die von Pastoralassistent Roman Wermuth einfühlsam gestaltete Feier, die von Walter Brühlmann (Panflöte) und Jürg Rickli (Klavier) musikalisch umrahmt wurde, rührte viele in der fast auf den letzen Platz gefüllten Kirche. Und als die aufstrebende Grenchner Sopranistin Amelia Scicolone von der Empore aus ihr "Ave Maria" anstimmte, flossen viele Tränen.

Bei allen beliebt

"Ein gutes, erfülltes Leben ist viel zu früh zu Ende gegangen", sagte Stadtpräsident Boris Banga an der Feier. Stephie Born sei "ein herzensguter, einfühlsamer Mensch" gewesen. Sie habe für ihre berufliche Aufgabe alles gegeben und auch auf eine eigene Familie verzichtet. Sie war aus der Privatwirtschaft 1968 von Edi Rothen als Sekretärin des Stadtpräsidenten berufen worden und wurde 1998 unter Boris Banga pensioniert, verbunden mit einem Riesenfest mit 600 Gästen im Parktheater, das schon damals ihre immense Beliebtheit zeigte.

1973 wurde sie "Feuerwehr-Gotte" und so nahmen denn auch zahlreiche Angehörige der Feuerwehr in Uniform an der Abschiedsfeier vom Mittwoch teil. "Ihr seid tolle, sympathische und tüchtige Menschen. Tragt Sorge zur Stadt und hofft und glaubt an eine gute Zukunft", hatte Stephie Born anlässlich der Verleihung des Chappelitüfels 1993 gesagt. Die Auszeichnung für herausragende Grenchner hatte sie damals als erste Frau erhalten.

Ein Vorbild für alle Grenchner

Die überaus beliebte Grenchnerin wurde am Gottesdienst zu Recht als Vorbild für Mitgefühl, Menschlichkeit, Engagement und Lebensfreude gepriesen. «Seine Freude in der Freude der anderen finden können: das ist das Geheimnis des Glücks», hatte Stephie Born auf ihre Todesanzeige geschrieben. Sie hatte auch die Dispositionen für die Feier noch selber getroffen. Unter anderem waren alle Besucher zum Imbiss ins Parktheater eingeladen. Stephie Born wurde auf eigenen Wunsch im Familiengrab der befreundeten Allemann bestattet.