Modeschau
Grenchen lässt keine Modewünsche offen

Weil die Grenchner Winterausstellung Grewa dieses Jahr nicht stattfinden wird, haben verschiedene Boutiquebesitzer beschlossen, eine Modeschau durchzuführen.

Oliver Menge
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Was sich wohl unter diesem Outfit verbirgt_
13 Bilder
Modeschau Baracoa Grenchen
Mit viel Spannung verfolgt das vorwiegend weibliche Publikum die Modeschau im Baracoa
Moderatorin Carmen Hari ist begeistert von den Frisierkünsten der Stylistinnen
Gespannt beobachtet das Publikum, wie die Models innert kürzester Zeit professionell frisiert werden
Dieses Model ist für den kommenden Winter gerüstet
Dieses Outfit begeisterte die Zuschauerinnen
Der Frisur wird der letzte Feinschliff verpasst
Die besonders mutigen Models präsentierten sich auch in dezenter Unterwäsche
Der etwas andere Dirndl-Look
Das Baracoa war zum Bersten voll - die Modeschau erwies sich als absoluter Publikumsmagnet
Alle wollten auf das Geschehen auf dem Laufsteg einen Blick erhaschen
Auch fesche Outfits mit einem Hauch von Oktoberfest durften an der Modeschau im Baracoa nicht fehlen

Was sich wohl unter diesem Outfit verbirgt_

AZ

Am Freitagabend präsentierten im Baracoa sieben Grenchner Geschäfte auf dem Laufsteg aktuelle Mode. Es sind dies «Sergio» mit Damen- und Herrenmode, «Boutique Olivia» mit Mode für die Frau, «Silhouette» mit Wäsche und Mieder, «Edelweiss Mode», «Maria Coiffure, Cosmetics und Nails» und «Kosmetik Linda». Ebenfalls mit dabei ist der «Claroladen» mit modischen Accessoires und Taschen aus Fairtrade-Produktion.

Grund dafür, eine Modeshow im Baracoa zu präsentieren, ist die Absage der Grenchner Winterausstellung Grewa, bei der in den letzten Jahren die Modeshow von Grenchner Geschäften stets einen festen Platz hatte. «Wir traten schon während der Vorbereitungen für die Grewa in Kontakt mit unseren Models und unseren Lieferanten. Als sich dann abzeichnete, dass die Grewa dieses Jahr wahrscheinlich nicht stattfindet, beschlossen wir, Plan B umzusetzen», erklärt Carmen Leimer von der Boutique Olivia.

Plan B hiess, man hatte die Möglichkeit, dass die Grewa ins Wasser fallen würde, ernsthaft in Betracht gezogen und vorsorglich bereits andere Lokalitäten ins Auge gefasst. «Mehmet Polat, der Wirt des Baracoa, kam auf uns zu, sobald klar war, dass es keine Grewa geben wird und er von unseren Absichten, trotzdem eine Modeshow durchzuführen, erfahren hatte.» Also jemand, der über viel Know-how in puncto Technik und die nötigen Verbindungen zu Bühnentechnik-Anbietern verfügt.

«Unser Ziel ist es, den Grenchnerinnen und Grenchnern zu beweisen, dass auch hier etwas los ist, dass man auch hier in Grenchen qualitativ hochstehende und aktuelle Mode kaufen kann», sagt Leimer. «Mode funktioniert und verkauft sich auch hier». Man erhoffe sich, mit dem neuen Austragungsort im Baracoa sowohl dem Stammpublikum, das sich seit je auf die Modeshow freut, als auch einem neuen Publikum etwas Tolles bieten zu können.

Der Grenchner Gewerbeverband GVG unterstütze das Vorhaben sowohl finanziell wie auch ideell, sagt Carmen Leimer. «Wir sind froh darüber, dass der GVG hinter unserer Idee steht», sagt Leimer, denn die Modeshow soll keine Eintagsfliege bleiben: Den Organisatoren schwebt vor, jährlich zwei Modeshows mit aktuellen Frühlings- und Herbstkollektionen durchzuführen.

Wo und in welchem Rahmen, ist allerdings noch unklar. «Die Modeshow im Baracoa wird unser erster Versuch.» Man wird auch noch Kontakt mit den Verantwortlichen der Grega aufnehmen, um eventuell dort eine Plattform zu gewinnen. Aber erst wolle man einmal schauen, wie das Projekt im Baracoa bei Herrn und Frau Grenchner ankommt.

16 Models zeigen bis 50 Outfits

Ursprünglich hatten die Initianten sogar geplant, die Modeshow unter freiem Himmel auf einem Laufsteg vor dem Lokal zu präsentieren, aber angesichts der schlechten Wetterprognosen sah man schliesslich davon ab. Nun wird man den Laufsteg im Baracoa installieren und 16 Models werden insgesamt zwischen 40 bis 50 verschiedene Outfits zeigen, von Lingerie bis zu klassischer und moderner Damen- und Herrenmode.

Auf der «Bühne» gezeigt wurde auch das Finishing bei den Frisuren und beim Make-up. «Wir haben ganz bewusst keine Profi-Models gebucht. Auf dem Laufsteg werden ganz normale Menschen zu sehen sein, mit denen sich jeder Mann und jede Frau auch identifizieren kann. Wir zeigen tragbare und bezahlbare Alltagsmode für jedermann.» Und auch der Höhepunkt am Schluss einer jeder Modeshow fehlt nicht: die Braut.

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