Rückblick: Jahr der Projekte 2011
Grenchen im Jahre 2011: Baustellen, wohin man schaut

2011 war für Grenchen das Jahr der Projekte und noch grösseren Bauvorhaben. Neuer, qualitativ hochstehender Wohnraum entsteht. Stadtbaumeister Claude Barbey gibt zu, dass er seit seinem Amtsantritt noch nie so viele Baustellen auf einmal gesehen hat.

Patrick Furrer
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Im Februar war von der neuen Raiffeisenbank noch nichts zu erkennen

Im Februar war von der neuen Raiffeisenbank noch nichts zu erkennen

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Kurz vor Weihnachten schafft eines der meist promoteten Projekte eine weitere Hürde: Die Gemeindeversammlung bewilligt den 2-Mio.-Kredit an den Bau eines Velodromes mit 250-m-Radrennbahn und Mehrzwecksportanlage.

Ende September fahren nach der Bewilligung des vorzeitigen Baubeginns für die geplante Zifferblattfabrik der ETA/Swatch an der Flughafenstrasse die ersten Bagger auf. Innert Wochen entsteht eine gigantische Baustelle. Mit der Fabrik sollen rund 1000 neue Arbeitsplätze entstehen.
Probleme werden angepackt

Funde aus der Römerzeit

Im Juli stösst die Kantonsarchäologie an der Jurastrasse auf die Grundmauern eines römischen Gutshofes - eine selbst für die Experten besondere Entdeckung. Nach Abschluss der Forschungsarbeiten wird an der Stelle mit dem Bau eines Wohnhauses begonnen. Der Investor nennt den Bau treffenderweise «Casa Romana».

Auch der Bau der neuen Raiffeisenbank und Alterswohnungen kommt voran. Die Landi wird eröffnet. Die geplante Flughafen-Pistenverlängerung nach Osten und der Fluglärm sorgen für Widerstand. Ende Jahr bekennt sich die Regierung aber für den Ausbau, wenn auch in Richtung Westen. Auf den Hangardächern entsteht die grösste Solaranlage des Kantons.

Eine andere Baustelle wird ebenfalls wieder in Angriff genommen: In den als Problemquartiere verschrienen Gegenden wie Teilen des Lingeriz, sollen verwahrloste Liegenschaften abgerissen und neue erstellt werden. Das Vorhaben ist nicht einfach. Die Behörden werden sich mit den Besitzern einigen müssen.