Angesagt war ein grosses Abschiedsfest im Restaurant Krebs. Denn Emil und Alice Blümli gehen in Kürze in Pension und übergeben das Hotel und Restaurant in neue Hände. Damit geht in Grenchen eine Ära zu Ende.

Das Komitee Chappeli-Tüfel Grenchen lud seine Mitglieder, Freunde und Stammgäste zu einem Viergänger ein, um noch einmal richtig zu schlemmen und zu feiern. «Tout Grange» war gekommen. Um nur einige zu nennen: Stadtpräsident Boris Banga mit seiner Gattin Barbara, Regierungssprecher und Chappeli-Tüfel 2011 Dagobert Cahannes mit Gattin Uschi, SVP-Gemeinderat Ivo von Büren, die langjährige Leiterin des Amtes für Kultur und Chappeli-Tüfelin Anna Messerli mit ihrem Mann, Kunstsammler und Kunstvermittler Toni Brechbühl, der die Triennale mitbegründet hatte - auch er ein Chappeli-Tüfel, einer der ersten.

Kulturpreisträger, Chappeli-Tüfel und langjährige Schuldirektor der Stadt, Teddy Buser und viele weitere Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Sport und Kultur ehrten die Blümlis mit ihrer Anwesenheit, DJ Horse sorgte für dezenten, musikalischen Backround.

Blümli war sprachlos

Aber als Hubert Bläsi, Vize-Stadtpräsident und Mitglied des Chappeli-Tüfel-Komitees den Gastronomen, der das Traditionshaus Krebs seit 32 Jahren zusammen mit seiner Gattin führt, für seine Verdienste mit dem Chappeli-Tüfel 2012 ehrte, war Blümli erstmal sprachlos. Weil damit hatte er nicht gerechnet, wie er etwas später mit wiedergewonnener Fassung freudig erklärte.

Das Komitee «Chappelitüfel Grenchen» vergibt die Auszeichnung «Chappeli-Tüfel» seit 1987 in regelmässigen Abständen einem Grenchner oder einer Grenchnerin, der oder die auf originale Weise - original im ursprünglichen Sinne von «echt» - im gesamtgesellschaftlichen Bereich durch besondere Leistungen auffällt und für die Region Grenchen und ihre Bevölkerung positiv in Erscheinung tritt.

Eine Institution

Blümli war in Grenchen eine Institution. Das Restaurant Krebs wurde wiederholt ausgezeichnet, erreichte 16 Gault Millau-Punkte und gelangte sogar ins Guinness-Buch der Rekorde mit einem Weltrekord an Havanna-Zigarren. Der passionierte Jäger Blümli war Präsident mehrere Kochgilden, Prüfungsexperte und führte neben dem Krebs für einige Zeit auch noch andere Restaurants.

Das Restaurant Krebs war während der vielen Jahre eine der besten Adressen in der Stadt Grenchen und zeichnete sich auch durch den gesellschaftlichen Stellenwert besonders aus. So war das Krebs zum Beispiel zur Fasnachtszeit Heimat der Lunazunft, aber auch berühmte internationale Persönlichkeiten konnte man hier treffen.