Grenchen
Die Vortrittssituation auf der Bahnhofstrasse wird deutlicher

Die Vortrittssituation für den motorisierten Verkehr auf der Bahnhofstrasse vor dem Stadthaus wird klarer markiert. Das umstrittene Trottoir, das über die Bahnhofstrasse führt, wird aufgehoben.

Andreas Toggweiler
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Verkehrssituation beim Hôtel de Ville. Das Trottoir (das der Bus gerade überfährt) wird aufgehoben.

Verkehrssituation beim Hôtel de Ville. Das Trottoir (das der Bus gerade überfährt) wird aufgehoben.

Andreas Toggweiler

Dies als erste Massnahme zur ohnehin geplanten Sanierung der Bahnhofstrasse. Das hat die GRK beschlossen.

«Die Vortrittssituation für den Verkehr ändert sich nicht»,

betont Michael Herzog, Leiter der Verkehrsabteilung bei der Stadtpolizei zur amtlichen Publikation, die am Donnerstag im Grenchner Stadtanzeiger veröffentlicht wird. Auch bis anhin wurde der Verkehr nämlich unterbrochen durch ein Trottoir, das vor dem Stadthaus quer über die Bahnhofstrasse führt.

Das Trottoir sorgte stets für Verunsicherung

Die Markierung des Trottoirs, bzw. seine bauliche Ausgestaltung war eine Herausforderung, da es auch eine Busachse querte. Da das hauptsächlich farblich angedeutete Trottoir immer wieder übersehen wurde, musste es von Süden her mit einer Tafel speziell angeschrieben werden. Die Hauptverkehrsachse mit Vortritt führt zudem ohnehin in die Storchengasse hinein. Linksabbieger haben somit gegenüber dem Verkehr vom Bahnhof kommend schon jetzt Vortritt.

Diese Vortrittsituation wurde faktisch von Süden her nur durch das Vorhandensein des Trottoirs signalisiert, was für «Nichteeingeweihte» immer wieder zu Verunsicherung führte, bzw. nicht realisiert wurde. Es kam zu gefährlichen Situationen. Das Trottoir wird jetzt aufgehoben und die Situation auf der Bahnhofstrasse mit einer aufgemalten, bzw. signalisierten «Kein Vortritt» Regelung klar gemacht. Gegen die jetzt publizierte neue Regelung kann innert 10 Tagen beim Kanton (kostenpflichtig) Einspruch erhoben werden.

Leichte Verschlechterung für Fussgänger

Eine kleine Verschlechterung der Vortrittsituation müssen damit die Fussgänger gewärtigen, wenn sie die Bahnhofstrasse gleich vor dem Stadthaus überqueren wollen. Dies durch den Wegfall des umstrittenen Trottoirs. Allerdings beginnt gleich nebenan die Begegnungszone auf der Bahnhofstrasse, wo Fussgänger Vortritt haben. Und zu der kommt man direkt auf dem Fussgängerstreifen vor dem Stadthaus.

Gegen die jetzt publizierte neue Regelung kann übrigens innert 10 Tagen (kostenpflichtig) beim Kanton Einspruch erhoben werden.

Neue Achsen, neue Probleme

Die aktuelle Regelung fusst aus der Zeit vor etwa 20 Jahren, als nach der Verkehrsberuhigung des Stadtzentrums dem Nord-Süd-Verkehr mehr Gewicht verliehen und dieser auf neue Achsen gelenkt wurde.

Dies führte da und dort zu immer noch gewöhnungsbedürftigen Situationen. Auch bei der Kreuzung Flughafenstrasse/Niklaus-Wengi-Strasse haben beispielsweise stadtauswärts fahrende Linksabbieger Vortritt. Gerade vor etwa zehn Tagen kam es an jener Kreuzung zu einer Frontalkollision zwischen zwei Autos.