Integration
Granges Mélanges pflegt Beziehungen zu Fremdsprachigen

Das Ziel des Granges Mélanges ist die Integration von Migranten und Migrantinnen. Die Beziehungspflege mit ihnen ist das Hauptanliegen des Grenchner Vereins. Dazu bietet er diverse Projekte, wie zum Beispiel Treffen im Sprachcafé, an.

André Weyermann
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Die Frauen treffen sich zum «Parlieren» jeweils in der Trattoria am Girardplatz.

Die Frauen treffen sich zum «Parlieren» jeweils in der Trattoria am Girardplatz.

Nadine Schmid

Seit dreizehn Jahren leistet der Verein «Granges Mélanges» wertvolle Arbeit im Bereich der Integration von fremdsprachigen Menschen aus anderen Kulturen. Und seit Beginn im Jahre 2003 amtet Elisabeth Egli als Präsidentin. Sie konnte an der sehr gut besuchten Generalversammlung im Lindenhaus wiederum auf ein reich befrachtetes Programm zurückblicken.

Sechs verschiedene Veranstaltungen und neun Treffen des Sprachcafés wurden organisiert. Wie Elisabeth Egli ausführte, sei der Schwerpunkt einerseits stark auf die persönliche Beziehungspflege zu Migrantinnen und Migranten gelegt worden, andererseits habe man aber auch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Vereinen und Institutionen gepflegt. Sehr gut besucht waren die Deutschkurse für Analphabetinnen, Anfängerinnen und Fortgeschrittene, wobei 13 Kursteilnehmerinnen gar ein Sprachexamen auf Niveau A2 erfolgreich absolvierten.

Monatliches Sprachcafé

Das Interkulturelle Sprachcafé in der Trattoria am Girardplatz etablierte sich weiterhin gut und entwickelte sich zu einem Ort, wo gerade auch Frauen mit fortgeschrittenen Deutschkenntnissen deutschsprachige Frauen treffen können.

Die monatlichen Treffen seien für alle eine Bereicherung gewesen und in einigen Fällen sei es gelungen, einen Beitrag für einen verbesserten Zugang zum Arbeitsmarkt zu leisten, erklärte die Vereinspräsidentin. «Granges Mélanges» ist auch sonst in der praktischen Arbeit präsent. So stellt der Verein vier Vorstands- und Vereinsmitglieder in der städtischen Integrationskommission.

Spannende Begegnungen verspricht das aktuelle Programm. So ist ein Besuch im «Haus der Religionen» in Bern geplant und im September wird in Zusammenarbeit mit dem Verein «fleurlis fabrigg» der Monolog «Land ohne Worte» mit der Grenchner Schauspielerin Sandra Sieber zu hören und zu sehen sein. (Programm und Infos: granges-melanges.ch).

Finanziell steht der Verein auf gesunden Beinen. Kassier Kurt Fischer konnte für das vergangene Berichtsjahr einen Gewinn von gut 400 Franken verkünden. Für das laufende Jahr ist ein kleiner Verlust von 1'000 Franken budgetiert. Einen Wechsel gibt es im Vorstand. Nach fünf Amtsjahren tritt Rumy Mohideen aus beruflichen Gründen zurück. Neu gewählt wurde Nadia Wegmüller. Die Mutter zweier Kinder arbeitet als Sprachlehrerin an der Volkshochschule Grenchen.

Im Anschluss an die Generalversammlung brachte Eleni Kalogera in einem Vortrag mit viel Charme und Schwung den Anwesenden ihr Heimatland Griechenland näher. Die Theologin kam 2010 in die Schweiz und arbeitet als Religionslehrerin und Pastoralassistentin bei der katholischen Kirche Grenchen.