Eine Flut von Wahlplakaten weist unverblümt auf die kommenden Nationalrats- und Ständeratswahlen hin. Mit kleinem Wahlkampfbudget kann man im Kampf um den Schilderwald nur bedingt mitmischen.

Und doch gelingt es dem Grenchner CVP-Politiker Matthias Meier-Moreno, in Grenchen ein wenig Aufmerksamkeit zu erwecken. Seit einiger Zeit ist sein «etwas anderes Wahlplakat» vis-à-vis dem Nordbahnhof zu sehen.

Es handelt sich um ein Graffito an der legalen Sprayerwand von Grenchen. Dieses wurde von einem befreundeten Graffitikünstler erstellt, welcher seit Jahren von der Möglichkeit profitiert, legal an dieser Wand sprayen zu können. Diese legale Spraywand war die Folge einer Petition im Jahr 2003, Morenos erste offizielle politische Handlung.

Seither kann die Wand beliebig besprayt werden, was auch rege benutzt wird und eine Art Wechselausstellung ergibt. Letzte Woche wurde sogar von der Stadt Grenchen für die Eröffnung der 100-Jahr-Feier des Grenchenbergtunnels ein Graffito in Auftrag gegeben, welches jetzt noch an der Spraywand zu sehen ist. (mgt)