Grenchen

Gosche feierte ihre zehnte Nacht

Sehen und gesehen werden – Am Freitagabend feierten die Narren im Parktheater Grenchen.

Am Freitag lud die Gosche ein zur Soirée im Foyer des Parktheaters. Man hatte viel zu feiern: 70 Jahre Fasnachtszeitung «Gosche», und auch die Goschenacht fand bereits zum zehnten Mal statt.

Wie alle Jahre füllte sich das Foyer des Parktheaters bereits kurz nach 21 Uhr: Schönheiten trafen auf Monster, Piraten auf Borg, Wikinger auf Minions – ein bunt gemischtes und bunt geschminktes Narrenvolk liess sich durch den Abend treiben und genoss die ausgelassene Stimmung sichtlich. Die Küche des Parktheaters hatte alle Hände voll zu tun: Pommes, Burger und andere «Filmhighlights» wurden serviert, und auch alkoholische und «brave» Getränke liefen gut.

Goschenacht 2017 im Parktheater Grenchen

Das war die Goschenacht 2017

Den Auftakt des Programms bestritten die Schuelschwänzer mit einem mitreissenden Auftritt, gefolgt von der Schnitzelbanktruppe «Hilari Schnibako», die mit träfen Sprüchen die Lachmuskeln reizten. Die Schnabuwetzer Selzach, eine für die Verhältnisse im Foyer des «Park» geradezu riesige Guggenmusik, boten perfekten Guggensound; hingegen widmeten sich die Cocoloris eher den leisen Tönen.

Die Stadtratten waren bissig wie eh und je. Leider liess die Aufmerksamkeit eines Teils des Publikums bei den «ruhigeren» Darbietungen etwas zu wünschen übrig. Oder salopper ausgedrückt: Es war ein «huere Gschnurr».

Prix Göschi an Urs Wirth

Der Prix Göschi, der jedes Jahr verliehen wird, ging im Jubiläumsjahr an Urs Wirth, seinerseits ein alter Fasnächtler, langjähriger Zunft-Meister der Hilari und langjähriges Mitglied der Hilari Schnibako. Als Stellvertreter des Stadtpräsidenten sei es von Vorteil, sich im Narrentum auszukennen. Das mache es einfacher, die «Stürmis» verschiedenster politischer Couleur auszuhalten. Wirth liess es sich nicht nehmen, quasi als Dank für den Preis selber einige Schnitzelbänke darzubringen.

Nach dem Auftritt der Gastgugge «Luaare» aus Luterbach füllte sich die Tanzfläche schnell, und die Leute schwoften zu Hits von gestern und heute, aufgelegt von DJ Horse. Den «guggenmässigen» Abschluss machten die Hilari Brothers, sie rissen das Publikum mit ihren coolen Medleys wortwörtlich von den Sitzen. «Alperose» wurde fast ausnahmslos von allen mitgesungen, ein Hit jagte den nächsten. Doch damit war noch lange nicht Schluss: Das Fest ging weiter bis in die frühen Morgenstunden ...

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