Kaiserwetter, milde Temperaturen und Sonne pur – die Voraussetzungen für einen gelungenen Kinderumzug hätten nicht besser sein können. Die Strassen rund um den Märetplatz füllten sich rasch mit Leuten, das Publikum kam in Massen, wie schon seit Jahren nicht mehr.
Auf der Route, die grosso modo rund um den Platz führte, machten sich schon eine halbe Stunde vor Umzugsbeginn die 24 Gruppen bereit.

Kostüme wurden zurechtgerückt, Konfetti in die Hosensäcke oder mitgebrachte Körbchen verteilt. Dann, pünktlich um 14.35 Uhr: Der Chlapf. Einige der ganz Kleinen erschraken förmlich, wurden aber von ihren Mamis und Grosis beruhigt. Der Umzug setzte sich in Bewegung.

Kinderumzug in Grenchen 2019

Kinderumzug in Grenchen 2019

Der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt: Die Erstklässler des Haldenschulhauses flogen zum Mond, die Unterstufe des Eichholz kam als farbenfrohe Monster daher. Die Spielgruppe Momo liess die Einhörner los, die Gruppe führte gar ein «original-grosses» weisses Einhorn mit. Ganz witzig: zwei Klassen des Haldenschulhauses machten Grenchen als Uhrenstadt alle Ehre und marschierten als mechanische Uhrwerke durch die Strassen. Und – das freute Mike Brotschi vom Standortmarketing ganz besonders – die Unterstufe des Kastels zelebrierte die Jurasonnenseite: Ein Meer von Sonnenblumen wogte am Publikum vorbei, mit der passenden Musikbegleitung, dem neuen Gränchnerlied von Light Food.

«The Crazy Beasts» präsentierten den einzigen Wagen «Projekt X» am Umzug und thematisierten den Baustellen-Wahn, der ab und zu in Grenchen ausbricht. Dass dabei eine grosse Ladung Konfetti nicht fehlen durfte, versteht sich von selber. Die «Bauarbeiter deckten das Publikum grossflächig mit den farbigen Schnipseln ein.

Die Schuelschwänzer Guggenmusik überzeugte nicht nur musikalisch, sondern auch mit ihren tollen Kostümen und dem Kopfschmuck, der das Fernweh nach der Südsee aufkommen liess. Die Kindergarten Eichholz und Witmatt hatten sich in kleine Sonnen, Monde und Sterne verwandelt und entzückten die am Strassenrand stehenden Mamis und Papis. Ebenfalls bemerkenswert die Sechstklässler aus dem Eichholzschulhaus, die das Motto «Uf au Fäu» gäge Strich in schwarz-weiss gekonnt umsetzten – geistreich und witzig.

Kindernarr Jerôme Borcard zeigte sich zufrieden. Er habe das richtige Wetter bestellt, meinte er. Das sei auch ein gutes Omen für nächstes Jahr.