Rad Rennen
Gibts 2014 ein zweites Sechstagerennen in Grenchen?

Obwohl das traditionelle Zürcher Sechstagerennen seit Jahren ums finanzielle Überleben kämpft, wird es ab nächsten Winter in der Schweiz aller Voraussicht nach ein zweites Sixjours geben - in Grenchen.

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Fährt er bald in Grenchen? Franco Marvulli an den Sixdays-Nights im Hallenstadion

Fährt er bald in Grenchen? Franco Marvulli an den Sixdays-Nights im Hallenstadion

Keystone

Max Hürzeler, der zusammen mit seinen OK-Kollegen Urs Freuler und Ueli Gerber seit sieben Jahren als "Lebensretter" des Zürcher Sechstagerennens gilt, bestätigte am Ende der auf vier Abende verkürzten Sixday Nights von Zürich: "Ja, wenn alles klappt, werden wir im nächsten Winter zwei Sechstagerennen in der Schweiz organisieren. Dasjenige in Grenchen soll traditionell über sechs Nächte dauern."

YB-Bosse mit an Bord

Initianten des mutigen Projekts sind die Investoren der gemeinnützigen Stiftung Velodrôme um Andy Rihs, der dem Radsport schon seit Urzeiten verbunden (Phonak, BMC) ist. Der auch bei den Young Boys sehr einflussreiche Geschäftsmann glaubt sogar, dass in der neuen Mehrzweckhalle in Grenchen, die im Mai nächsten Jahres eröffnet wird, das Interesse am Radsport grösser wäre als in Zürich, wo auch die Betreiber der Offenen Rennbahn Jahr für Jahr ums Überleben kämpfen.

Rihs: "Das Einzugsgebiet ist enorm. In Bern zum Beispiel gehen über 20'000 Fans zu einem Fussballspiel von YB und 17'000 Zuschauer zum SC Bern ins Stadion. Ein Sechstagerennen in Grenchen wäre für die Leute dort ganz gewiss ein spezieller Event." Das Datum im Januar 2014 ist reserviert. Was noch fehlt, ist ein Titelsponsor. Bei dessen Suche hat Andy Rihs seine volle Unterstützung zugesagt.

20 000 Fans in Zürich

Mit den in der Nacht auf gestern zu Ende gegangenen Sixday Nights sind die Organisatoren zufrieden: Der Mix aus Sport, Show und Ausstellung hat sich bewährt, der Publikumsaufmarsch mit knapp 20'000 Fans hielt sich im Rahmen des Vorjahres und "sportlich war es das Beste, was die Fahrer in den letzten sieben Jahren geboten haben", wie Max Hürzeler erklärte. "Auch die ausgezeichneten Showbands haben dazu beigetragen, dass die Fans voll auf ihre Rechnung kamen. Leider fehlte am Schluss nur das Tüpfelchen auf dem i mit einem Schweizer Sieg."