Verhaltensregeln

«Gib Corona nicht die Hand»: Stadt Grenchen macht mit Button auf Ansteckungsgefahr aufmerksam

Grenchens Button, das vor dem Händeschütteln warnt.

Grenchens Button, das vor dem Händeschütteln warnt.

Die Stadt Grenchen macht mit einem kleinen, selber gestalteten Button, auf eine der Verhaltensregeln aufmerksam, welche die Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus minimieren soll: Dem Händeschütteln. Die Berufsmesse am 7. März wurde abgesagt.

Die Geste des Händeschüttelns würde uns tagtäglich begleiten und zu unserem «guten Benehmen» gehören. «Auf diese Geste sollte in nächster Zeit, wenn immer möglich, verzichtet werden», schreibt die Grenchner Stadtkanzlei in einer Mitteilung.

Aufgrund der zunehmenden Meldungen über die Ansteckungsvorfälle mit dem Corona-Virus habe sich die Stadt Grenchen, namentlich Stadtpräsident François Scheidegger, Kommandant Christian Ambühl zusammen mit Gesamtschulleiter Hubert Bläsi, Gedanken gemacht, «diese Verhaltensregel schwergewichtig in den Schulen zu kommunizieren, ohne dabei unnötig zu verunsichern».

Die Stadt, genauer gesagt Polizeikommandant Christian Ambühl,  hat einen Button kreiert. Darauf ist ein gelbes Smiley mit zwei hochgehaltenen Daumen zu sehen. Dazu ist der Spruch: «Ich grüsse dich mit einem Lächeln - Gib Corona nicht die Hand» zu lesen. «Wir sind der Überzeugung, mit dem Button einen guten Weg gefunden zu haben», schreibt die Stadt. «Er soll auf eine lockere Art darauf aufmerksam machen, dass man sich zwar aus Respekt weiterhin grüssen soll, dabei aber auf das Händeschütteln, aufgrund der Ansteckungsgefahr, zu verzichten ist.»

Der Button wird ab Montag in den Schulen verteilt. Der Button kann auch am Schalter bei der Polizei Stadt Grenchen oder im Stadthaus bezogen werden.

Berufsmesse abgesagt

Die Eltern werden mit einem Brief durch den Gesamtschulleiter informiert. Die Verantwortlichen haben ferner mitgeteilt, dass die Berufsmesse Grenchen Bettlach vom 7. März aufgrund der Weisungen für Grossveranstaltungen abgesagt ist.

„Ich wurde in den letzten Tagen wiederholt seitens der Bevölkerung nach Vorkehrungen der Stadt gefragt“, erklärt Stadtpräsident François Scheidegger, weshalb man sich jetzt  entschlossen habe, die getroffenen Massnahmen zu kommunizieren.  So werde die Stadt an Stellen mit Publikumsverkehr (zum Beispiel im Stadthaus oder auf dem Polizeiposten) Hand-Desinfektionsapparate aufstellen, die teilweise noch aus früherer Zeit (Pandemie von 2009) vorrätig seien.

 Auch die Schulen werden entsprechend ausgerüstet. Allerdings, so präzisiert Polizeikommandant Christian Ambühl, könnten die benötigten Dosierspender nicht alle aufs Mal installiert werden. Man habe zudem 800 Liter Hand-Desinfektionsmittel bestellt, das aufgrund von Lieferengpässen vorerst nur in Etappen geliefert werden könne. 

Schliesslich werden auf dem Stadtgebiet Plakate aufgestellt mit den fünf wichtigsten Verhaltensregeln für die Bevölkerung und weitere Plakate in den Geschäften abgegeben. (ldu, at.)

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