Flughafen Jura-Grenchen
Gesund und gerüstet geht der Regionalflughafen in die Zukunft

An der 64. Generalversammlung der Regionalflugplatz Jura-Grenchen AG gab man sich zuversichtlich für die Zukunft und die Pistenverlängerung.

Hans Peter Schläfli
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Die Verbreiterung des Taxiways war die grösste Investition 2011.

Die Verbreiterung des Taxiways war die grösste Investition 2011.

Das Positive vorweg: Die Rechnung der Regionalflugplatz Jura-Grenchen AG schloss bei einer Bilanzsumme von knapp über 10 Millionen Franken mit einem kleinen Jahresgewinn von 1281 Franken ab. Für zukünftige Projekte verfügt der Regionalflughafen über Rückstellungen von rund 1,6 Millionen Franken. Der Revisorenbericht der BDO attestierte, dass alles in bester Ordnung ist, und entsprechend erteilten die Aktionäre dem Verwaltungsrat einstimmig die Decharge.

Negatives wurde an der GV über die Flugplatz AG nicht berichtet. Knapp 50 Personen lauschten anlässlich der 64. Generalversammlung gespannt den Ausführungen von Alfred Lüthi. Der Präsident des Verwaltungsrats präsentierte in Abwesenheit des seit längerem kranken Flughafendirektors Andreas Wegier den Jahresbericht 2011.

Lüthi konnte über viele interessante Aktivitäten berichten. Der Verwaltungsratspräsident lobte die Jubiläumsausstellung «Im Flug der Zeit» des Kultur-Historischen Museums, freute sich über den Dokumentarfilm von Willi Dysli, der die Geschichte des Flughafens wieder aufleben lässt. Festliche Höhepunkte waren die Heli-Tage mit mehr als 10000 Besuchern und das «Fly-In» der Antique Airplain Association mit vielen schönen Oldtimern.

Auftrag zur Pistenverlängerung

Grenchen war im Jahr seines 80. Bestehens der Regionalflughafen mit den meisten Flugbewegungen der Schweiz und gilt gleich hinter den drei Flughäfen mit Linienflügen als die Nummer 4 der Schweiz. «In nur vier Monaten gelang es damals dem Pionier Adolf Schild und dem Regierungsrat Stampfli, den Flugplatz zu realisieren und den ersten Hangar zu bauen, sodass das erste Flugzeug landen konnte», blickte Alfred Lüthi auf die Anfänge zurück.

Die Zeiten haben sich geändert: «Nun haben wir den Auftrag des Solothurner Regierungsrats über den Ausbau der Piste erhalten. Wenn alles gut läuft, dauert es vier Jahre, bis das Baugesuch genehmigt ist.»

Taxiway grösste Investition

Das Bundesamt für zivile Luftfahrt (BAZL) hat bei der Baubewilligung für den Hangar Ost die gesamte Infrastruktur des Flughafens überprüft und festgestellt, dass der Taxiway nicht mehr den europäischen Normen entsprach. Dieser musste deshalb verbreitert und der Abstellplatz vergrössert werden, was mit 570000 Franken die grösste Investition des Jahres 2011 bedeutete. Bereits in Betrieb sind auch die neuen Solarpanels auf zwei Hangardächern (wir berichteten).

Bereits heute machen die Schulungsflüge rund 53 Prozent der insgesamt rund 76000 Bewegungen aus. Im Bewusstsein, dass der Flughafen Grenchen auf gesunder Basis steht und für zukünftige Herausforderungen gerüstet ist, gingen die Aktionäre zufrieden zum informellen Teil in Form eines «Apéro riche» im Restaurant über.