Uhrenindustrie
Gerüchte um geplanten Verkauf von Eterna

Will Porsche als Eigentümer die Grenchner Traditions-Uhrenmarke Eterna loswerden? Ein entsprechender Medienbericht wird dort als Spekulation abgetan. Gesucht werde allerdings ein industrieller Partner, heisst es.

Andreas Toggweiler
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Gerüchte um geplanten Verkauf von Eterna

Gerüchte um geplanten Verkauf von Eterna

Grenchner Tagblatt

«Wir kommentieren keine Spekulationen», sagt Eterna-Sprecherin Yolande Perroulaz zu einem Bericht der «SonntagsZeitung». Ferdinand Alexander Porsche, der Eigentümer der traditionsreichen Grenchner Uhrenfabrik, suche nach einem Käufer, weil die Firma «jährliche Verluste von 6 bis 7 Mio. Fr.» schreibe.

«Dazu nehmen wir keine Stellung», erklärt Brand Manager Perroulaz weiter. Richtig sei hingegen, dass Eterna einen strategischen Partner suche, für die Produktion einer neu entwickelten Uhrwerktechnologie. Ziel sei es, bei der Produktion von Manufakturwerken die Kosten zu senken. Eine externe Firma sei mit dieser Partnersuche beauftragt worden.

Eterna hatte seit der Übernahme durch die Familie Porsche 1995 angefangen, eigene Kaliber zu entwickeln. Die Fertigungstiefe beträgt laut Perroulaz heute 50 Prozent. Was die Zukunft der bei Eterna gefertigten «Porsche Design» Uhren betrifft, verweist die Sprecherin auf einen «langfristigen Vertrag». Offizielle Umsatz-, Gewinn- und Stückzahlen gibt die Firma keine bekannt. 80 Personen arbeiten in Grenchen und Deutschland für Eterna.