Verwaltungsrats-Präsident Jürg Kaufmann vermeldete, dass der Gesamtumsatz noch einmal um zweieinhalb Prozent auf 10,7 Mio. Franken gesteigert werden konnte. Dabei stiegen die Erträge für die neuen Dienstleistungen um über acht Prozent, während der Umsatz aus den herkömmlichen Signalerträgen weiter abnahm, jedoch deutlich weniger als budgetiert.

Nach maximalen Abschreibungen und zusätzlichen Rückstellungen für künftige Technologieumstellungen resultierte schliesslich ein Jahresgewinn von knapp einer Million Franken. Dank diesem Ergebnis weist die Unternehmung erstmals ein Eigenkapital von mehr als fünfzig Prozent der Bilanzsumme auf.

Die gesunde Entwicklung der GAG und das sich schon früh abzeichnende gute Ergebnis nahm die Hauptaktionärin, die Stadt Grenchen, zum Anlass, auf eine grössere Dividenden-Ausschüttung zu drängen.

Dem wurde denn an der Generalversammlung auch entsprochen. Neu werden über 500'000 Franken ausgeschüttet (Vorjahr 150 000). Die Stadt Grenchen kommt so in den Genuss eines Zustupfes von 287'000 Franken, Bettlach erhält 57'000 Franken. Es versteht sich von selbst, dass dies vorerst nur für das Geschäftsjahr 2016 gilt und je nach zukünftigen Ergebnissen wieder neu ausgehandelt werden muss.

Geschäftsführer Kurt Hohler blickte in seinem Jahresbericht auf «ein erfolgreiches und interessantes Jahr mit sehr gutem Abonnementsverkauf und stabilem Kerngeschäft» zurück. Er präsentierte auch eine weitere interessante Zahl.

Pro angestellte Person (14,3 Vollzeitstellen) wurde im Unternehmen die stolze Zahl von 760 000 Franken Umsatz generiert. Der Personalbestand wurde übrigens auf das neue Jahr hin um zwei weitere Vollzeitstellen aufgestockt. Denn, so Jürg Kaufmann: «Rasches und konsequentes Handeln in Verkauf und kompetenter Support zu unseren Dienstleistungs-Angeboten ist das Erfolgsrezept in einem stark umkämpften Markt.» Die GAG versorgt in der Zwischenzeit knapp 17'800 Haushaltungen.

Laut Kurt Hohler gelte es auch in Zukunft Marktanteile zu gewinnen, insbesondere beim Internet und mit dem interaktiven Fernsehen (Quickline TV), aber auch bei der Festnetztelefonie. Hier spielt der Entscheid der Swisscom, sich von der analogen Telefonie zu verabschieden, der GAG in die Hände.

Schliesslich hat man auch hohe Erwartungen in den neuen Sportkanal «MySports», der sich ja unter anderem die Rechte für das Schweizer Eishockey bis 2022 gesichert hat. Und selbstverständlich wird man auch in Zukunft der Netzmodernisierung sowie der Bandbreitanpassung (noch schnelleres Internet) die nötige Aufmerksamkeit schenken.

Angesprochen wurde schliesslich von Grenchens Stadtpräsident die mögliche Zusammenarbeit mit anderen Dienstleistungsunternehmen (SWG). Hier zeigt man sich offen, mitzuarbeiten, wo es Sinn macht. Der Ball liegt nun zuerst an den angeschriebenen Anschlussgemeinden, die in den nächsten Wochen ihre Meinung dazu kundtun werden.