Meinisberg
Gemeindeversammlung stand im Zeichen der Urnenabstimmung

Die Gemeindeversammlung Meinisberg stand im Schatten der Entscheidung über die Schulhauserweiterung und das neue Gemeindehaus.

Margrit Renfer
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Das Modell für das Neubauprojekt.

Das Modell für das Neubauprojekt.

Margrit Renfer

Am kommenden Wochenende wird in Meinisberg an der Urne über die Schulhauserweiterung und das neue Gemeindehaus abgestimmt. Mit Gegenstimmen zum von der Abstimmung noch gar nicht betroffenen Budget 2021 wurde an der Gemeindeversammlung wohl gegen das Projekt argumentiert.

An die Meinisberger Kombi-Gemeindeversammlung in der Mehrzweckhalle kamen 46 oder 4,95 Prozent der Stimmberechtigten. Traktandiert waren die Rechnung 2019 und das Budget 2021. Die finanzielle Herausforderung für die Gemeinde mit einem Steuerfuss von 1,95 ist beachtlich und die Stimmen geteilt, wenn eine Schulhauserweiterung nötig, der Kindergarten seit Jahren ein Provisorium ist und die Arbeitsplätze in der Gemeindeverwaltung erneuerungsbedürftig sind.

Rechnung mit Ertragsüberschuss

«Über das Projekt wird am Sonntag abgestimmt. Dieses ist im Budget 2021 noch nicht relevant» sagte Gemeindepräsident Daniel Kruse, als bereits zur Rechnung 2019 entsprechende Fragen gestellt wurden. Diese schloss dank mehr Steuereinnahmen und mit einer Einlage in die finanzpolitische Reserve von 50000 Franken mit einem Ertragsüberschuss im Gesamthaushalt von 40829 Franken ab. Die Meinisberger Rechnung wurde vom Amt für Gemeinden und Raumordnung einer vertieften Prüfung unterzogen und war von sehr guter Qualität.

Das Budget 2021 sieht einen Aufwandüberschuss im Allgemeinen Steuerhaushalt von 151000 Franken vor, der gemäss Finanzplan auch in den Folgejahren durch das vorhandene Eigenkapital gedeckt ist. Ziel der Behörden sei ein ausgeglichener Haushalt und dies, obwohl durch die gebundenen Ausgaben den Sparmassnahmen enge Grenzen gesetzt seien, sagt der Finanzvorsteher Rudolf Lüthi. Im Finanzplan ist das neue Dorfzentrum berechnet. Ein Schritt in die Zukunft bedeutet für die einen neue Projekte wagen, für die andern eher wenig riskieren. Immerhin wurde dem Ersatz der 33-jährigen Heizung durch eine neue Pelletheizung und PV-Anlage für das Oberstufenzentrum Orpund zugestimmt, nachdem im ersten Anlauf vor einem Jahr die Abstimmung für weitere Abklärungen verschoben wurde.

Genehmigt wurde auch der Kredit für neue Kanalisationsleitungen Herrengasse-Hauptstrasse. Zu dieser Gemeindeversammlung wird erstmals die neue Gemeindeschreiberin Tanja Gilomen das Protokoll schreiben. Vorher tat dies während 33 Jahren Gemeindeschreiber Kurt Mülchi. «Kurt Mülchi wurde 1986 noch an der Urne gewählt, in einer Zeit mit Schreibmaschine und Vervielfältigungsmaschine. Er hat 14 Lernende ausgebildet, und hat unter fünf Gemeindepräsidenten gearbeitet» ehrte Daniel Kruse den Gemeindeschreiber.

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