Grenchen

Gemeinderat zeigt ein Herz für Spielgruppen

Die Grenchner Spielgruppen sind dem Rat wichtig. (Symbolbild)

Die Grenchner Spielgruppen sind dem Rat wichtig. (Symbolbild)

Der Grenchner Gemeinderat befasste sich in seiner letzten Sitzung auch mit der Entschädigung der Spielgruppen der Vereinigung Spielgruppen Grenchen.

Wenig zu sagen gab es zur Sanierung des Stadions Brühl. Da die Bau-, Planungs- und Umweltkommission Bapluk das Geschäft nicht zuhanden des Gemeinderats verabschiedet hatte, konnte es am Dienstag auch nicht behandelt werden. Allerdings hielt Stadtpräsident François Scheidegger fest, dass man den Betrag von 225'000 Franken, der für die Sanierung von Tribüne und WC-Anlagen vorgesehen ist, im Budget belässt. Die Gemeindeversammlung soll darüber befinden können.

Die Auslagerung der Rechnungsprüfung an eine externe Fachstelle war im Gemeinderat unbestritten: Alle Fraktionen äusserten sich positiv zur Absicht. Zumal es zunehmend schwieriger geworden sei, fachlich kompetente Personen für die Rechnungsprüfungskommission zu finden, wie SP-Gemeinderätin Angela Kummer betonte.

Stadtpräsident François Scheidegger meinte, für eine Rechnung von rund 100 Millionen brauche es ganz einfach Fachleute, Profis. Rückblickend müsse man die Rechnungsprüfung nachgerade als fahrlässig bezeichnen. Der Rat stimmte der Vorlage einstimmig zu. Die Gemeindeversammlung muss der entsprechenden Änderung der Gemeindeordnung noch zustimmen und die Rechnungsprüfung für das Rechnungsjahr 2017 an die BDO AG übertragen.

Bis 2015 wurden die drei Spielgruppen der Vereinigung Spielgruppen Grenchen mit je 2500 Franken jährlich entschädigt, dies im Rahmen der frühen Förderung und des Sprachförderprogramms Kon-Lab, das 2010 eingeführt wurde. Die gesamthaft 7500 Franken seien in den aktuellen Budgetberatungen vergessen gegangen, weil man im Vorjahr eine eigentlich befristete Unterstützung habe weiterlaufen lassen, so Stadtpräsident François Scheidegger. Das wollte man nun mit einem ordentlichen Antrag nachholen, es sei ein Gebot der Fairness.

Die SVP sei grundsätzlich nicht gegen Spielgruppen, nur fehle der Stadt das Geld, monierte SVP-Gemeinderat Ivo von Büren. Grenchen müsse jetzt sparen. Alle, die von Streichungen betroffen seien, würden sich beschweren. Angela Kummer von der SP und Marco Crivelli von der CVP wiesen auf die wichtige Arbeit der Spielgruppen hin, eine Investition in die Zukunft.

Eine gute Vorbereitung auf Kindergarten und Schule komme auf die Länge gesehen günstiger. Auch für Aldo Bigolin von der FDP war das Geschäft unbestritten. Der Rat stimmte der Unterstützung mit 12 zu 3 Stimmen zu und genehmigte den Pensenantrag der Schulen an den Kanton einstimmig. (om)

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