Grenchen

Gemeinderat bewilligt Integrationsprojekt – auch die SVP sagt Ja

Grenchen ist Pilotstadt des Projekts «Start.Integration». (Symbolbild)

Grenchen ist Pilotstadt des Projekts «Start.Integration». (Symbolbild)

Der Gemeinderat hat das kantonale Integrationsprojekt «Start.Integration» in der Pilotstadt Grenchen gut geheissen. Da dieses kostenlos ist, ist auch die SVP ein Befürworter.

Grenchen wird zur Pilotstadt für das kantonale Integrationsprojekt «Start.Integration». Dies hat der Gemeinderat an seiner letzten Sitzung einstimmig beschlossen. Weil das Projekt die Stadt nichts kostet, hat sogar die SVP ja gesagt.

«Wir haben das Projekt genau studiert und haben dagegen nichts einzuwenden», erklärte SVP-Sprecher Richard Aschberger.

«Wir mussten allerdings mit dem Kanton einige Diskussionen über die Modalitäten führen. Weil er auf unsere Wünsche eingegangen ist, empfehlen wir das Geschäft zur Annahme», meinte Urs Wirth (SP), Präsident der Integrationskommission IK.

Beim Projekt geht es darum, neu aus dem Ausland zugezogenen Personen rasch verständliche Informationen über Alltag, rechte und Pflichten, Gepflogenheiten, Schulsystem, Arbeitsmarkt, Kultur und Religion zu vermitteln.

Das alles soll als schriftliches Informationspaket abgegeben werden. Wer zu wenig Deutsch kann, wird zu einem Informationsgespräch, allenfalls mit Dolmetscher, eingeladen. Die Stadt müsse zudem befähigt werden, geeignete Massnahmen zu treffen für Personen, «bei denen ein ungünstiger Verlauf des Integrationsprozesses absehbar ist», wie es in der Vorlage heisst.

Leistungsvertrag mit Kanton

«Es ist naheliegend, dass der Wohnort der beste Ort ist, um mit der Integration zu beginnen. Das Projekt bringt der Stadt etwas, unabhängig davon, ob es vom Kanton dereinst flächendeckend eingeführt wird», meinte Anna Duca (SP).

«Es hat bei näherer Betrachtung durchaus Hand und Fuss», pflichtete Reto Gasser seitens der FDP bei, während Marco Crivelli (CVP) die Bedeutung der Integration für die Chancen auf dem Arbeitsmarkt unterstrich. «Allerdings stellen sich nach wie vor Fragen bezüglich Bring- und Holschuld», meinte Crivelli.

Vom Mai 2016 bis Ende 2017 zahlt das kantonale Amt für soziale Sicherheit Grenchen gemäss Leistungsvereinbarung 100'000 Franken für das Projekt. Gerechnet wird mit 200 Erstgesprächen und 170 Infopaketen. Separat entschädigt werden Dolmetscherkosten, Kosten für Neuzuzügeranlässe und auf Antrag für weitere Aktivitäten. (at.)

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