Jahresrückblick 2014 Grenchen

Gegner des Windparks auf dem Grenchenberg erwachen (zu?) spät

Blick auf die Grenchenberge von Westen her.

Blick auf die Grenchenberge von Westen her.

Das Grossprojekt für einen Windpark auf dem Grenchenberg ist schon weit fortgeschritten. Erst im Frühjahr artikulierte sich die Gegnerschaft. Der Jahresrückblick zeigt, was die Grenchner in diesem Jahr sonst noch bewegte.

Um einen Beitrag an die auf nationaler Ebene eingeleitete Energiewende zu leisten, haben die Städtischen Werke SWG den Bau eines Windkraftwerks auf dem Grenchenberg lanciert, das einen respektablen Beitrag an die Versorgung der Stadt mit erneuerbarer Energie leisten soll. Den Umweltaspekten wird von Anfang an grosse Bedeutung beigemessen, so wurde unter anderem bereits eine neuartige Radaranlage in Betrieb genommen, welche den Vogelzug beobachtet und künftig die Windturbinen abbremsen soll, wenn viele Vögel anfliegen.

In der mehrwöchigen Mitwirkungsphase vor einem Jahr wurde nur wenig Kritik am Projekt geäussert, das doch einen erheblichen Eingriff in die Jura-Landschaft bedeutet. Im März wurde der Zuschlag für die Realisierung an die Firma Alstom Renewable (Switzerland) vergeben, die künftig zum US-Konzern General Electric gehören wird. Die Anlage soll inklusive Wartung und Instandhaltung während der gesamten angenommenen Lebensdauer von 20 Jahren 40,7 Mio. Franken kosten.

Erst danach trat eine Gruppierung namens «Pro Grenchen» erstmals öffentlich auf, die sich mit verschiedenen Argumenten, insbesondere einer erwarteten Lärmbelastung, gegen das Projekt wehrt. Im Nutzungsplan-Verfahren wurden nach eigenen Angaben 180 Unterschriften gesammelt. Überraschend haben auch die Naturschutzorganisation Pro Natura, die bisher das Projekt nicht bekämpft hatte, und die Gemeinde Bettlach eine Einsprache eingereicht. Letztere befürchtet Auswirkungen aufs Trinkwasser.

Was 2014 auch noch geschah:

Es war die grösste Investition, welche die Stadt Grenchen in diesem Jahr tätigte: 8,5 Millionen wurden für die Sanierung des Schulhauses ausgegeben, welche eineinhalb Jahre gedauert hat. Am 1. September war es dann so weit: Das Schulhaus wurde mit einem grossen Fest wieder eingeweiht und Stadtpräsident François Scheidegger feierte mit.

Neueröffnung Schulhaus Eichholz

Es war die grösste Investition, welche die Stadt Grenchen in diesem Jahr tätigte: 8,5 Millionen wurden für die Sanierung des Schulhauses ausgegeben, welche eineinhalb Jahre gedauert hat. Am 1. September war es dann so weit: Das Schulhaus wurde mit einem grossen Fest wieder eingeweiht und Stadtpräsident François Scheidegger feierte mit.

Kein Thema bot in diesem Jahr so viele Überraschungen und Negativ-Schlagzeilen wie der traditionsreiche Fussballclub Grenchen. Man rasselte von einem Knatsch zur nächsten Personalie, und das fast wöchentlich. Kein anderer Verein weit und breit musste so viele ausserordentliche Generalversammlungen über sich ergehen lassen, die aber letztendlich doch nicht die gewünschten Resultate brachten. Die Kurzfassung eines bemerkenswerten Jahres: Ein ungeliebter Präsident, der das Handtuch wirft, langjährige Vorstandsmitglieder, die den Bettel hinschmeissen, ein Geschäftsführer, der in die Wüste geschickt wird, eine ominöse französische Investorengruppe, welche kurzfristig das Zepter übernimmt, sich französisch verabschiedet und keinen Rappen investiert. Dazu auf der sportlichen Seite: Stammspieler verlassen den Verein, zurück bleibt ein Rumpfteam, das eine Niederlage nach der anderen in noch nie da gewesener Höhe einfährt. Wie es nach der Winterpause weitergeht, weiss keiner. Doch die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. (om)

FC Grenchen: Das ganze Jahr ein Trauerspiel

Kein Thema bot in diesem Jahr so viele Überraschungen und Negativ-Schlagzeilen wie der traditionsreiche Fussballclub Grenchen. Man rasselte von einem Knatsch zur nächsten Personalie, und das fast wöchentlich. Kein anderer Verein weit und breit musste so viele ausserordentliche Generalversammlungen über sich ergehen lassen, die aber letztendlich doch nicht die gewünschten Resultate brachten. Die Kurzfassung eines bemerkenswerten Jahres: Ein ungeliebter Präsident, der das Handtuch wirft, langjährige Vorstandsmitglieder, die den Bettel hinschmeissen, ein Geschäftsführer, der in die Wüste geschickt wird, eine ominöse französische Investorengruppe, welche kurzfristig das Zepter übernimmt, sich französisch verabschiedet und keinen Rappen investiert. Dazu auf der sportlichen Seite: Stammspieler verlassen den Verein, zurück bleibt ein Rumpfteam, das eine Niederlage nach der anderen in noch nie da gewesener Höhe einfährt. Wie es nach der Winterpause weitergeht, weiss keiner. Doch die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. (om)

Grenchen wurde 2014 von einem wahren Wohnbau-Boom «heimgesucht», der, studiert man die Baugesuche, auch im nächsten Jahr anhalten wird. Das Besondere ist zudem, dass aufgrund von Baulücken auch in Zentrumslagen grössere Neubauten möglich sind. Für die Realisierung des Felca-Neubaus (Bild) wurde hingegen ein Haus abgebrochen.

Boom im Wohnungsbau

Grenchen wurde 2014 von einem wahren Wohnbau-Boom «heimgesucht», der, studiert man die Baugesuche, auch im nächsten Jahr anhalten wird. Das Besondere ist zudem, dass aufgrund von Baulücken auch in Zentrumslagen grössere Neubauten möglich sind. Für die Realisierung des Felca-Neubaus (Bild) wurde hingegen ein Haus abgebrochen.

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