«Bei diesem Schädling handelt es sich um einen ursprünglich aus Asien eingeschleppten Falter, welcher bei uns praktisch keine natürlichen Feinde hat», erklärt Jürg Vifian, stellvertretender Stadtbaumeister. Seine bis zu 5 cm grossen Raupen verursachten, durch den Frass der Blätter, das Absterben von einzelnen Pflanzen und ganzen Buchsbeständen.

«Die Stadt Grenchen muss bei ihrem grossen Bestand an Buchspflanzen pragmatisch vorgehen und hat verschiedene Prioritäten für den Erhalt der Buchspflanzungen definiert. Da es unmöglich ist alle Pflanzen zu schützen, werden nur die als wertvoll eingestuften Bestände behandelt.»

Diese würden mit dem biologischen und nützlingsschonenden Mittel «Delfin», ein sogenanntes Frassgift, behandelt. Befallene Pflanzen, die nicht als schützenswert eingestuft wurden, werden vernichtet, um die Verbreitung des Buchsbaumzünslers möglichst zu verhindern.

Besonders wichtig seien regelmässige Kontrollen. «Der Buchsbaumzünsler vermehrt sich jährlich um zwei bis drei Generationen, welche sich dann um mehrere Kilometer ausbreiten. Die Ausbreitung kann auch mittels Verschleppung durch den Menschen erfolgen, der Transport von Buchspflanzen in andere Regionen sollte deshalb unterlassen werden», so Vifian.

Bei geringem Befall ist eine mechanische Behandlung möglich. Die Raupen können von Hand abgelesen, mit dem Staubsauger eingesaugt oder vorsichtig mit einem Hochdruckreiniger abgespritzt und eingesammelt werden.

Wichtig ist, die Raupen anschliessend im Kehricht zu entsorgen. Stark befallene Pflanzen können mit einem Mittel gegen «blattfressende Raupen» behandelt oder müssen entfernt und ebenfalls mit dem Kehricht entsorgt werden.

Im Internet findet man diverse Informationen zum Schädling und seiner Bekämpfung, zum Beispiel unter http://www.garten.ch/gartenthema/buchsbaumzuensler-genau-beobachten-dann-behandeln.

«Im Zweifelsfall empfiehlt sich eine fachmännische Beratung und Behandlung durch den Gärtner», erklärt Jürg Vifian. (rrg)