GA Technologie
Gebäudeautomationsfirma bringt 12 Arbeitsplätze

12 Arbeitsplätze an zentrale Lage in Grenchen dank Gebäudeautomationsfirma. Begonnen hat die Firmengeschichte von GA Technologie im Projektbüro für Haustechnik einer internationalen Firma – und zwar mit der Weigerung des Teamleiters, einen Teil seiner Leute zu entlassen.

Daniela Deck
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Der neue Sitz der Firma an der Girardstrasse direkt hinter der Migros.

Der neue Sitz der Firma an der Girardstrasse direkt hinter der Migros.

Andreas Toggweiler

Eine kaputte Neonröhre ist für jeden Industriekomplex ein alltägliches Ärgernis. Bevor ein Arbeiter die düstere Ecke sieht, meldet die Gebäudesteuerung den Ausfall an die zentrale Überwachung – mit dem Vermerk, wo im Keller die Ersatzröhre zu finden ist und welche Leiter zur Montage benötigt wird. Möglich macht das die Lengnauer GA Technologie GmbH (Gebäude-Automations-Technologie). Das Unternehmen hat sich in der Programmierung, Steuerung und Überwachung von Haustechnik einen Namen gemacht, dem Spitäler, Schulen, Fabriken und Privathaushalte vertrauen.

Die Zeiten sind vorbei, als Heizung, Kühlung, Lüftung, Licht, Storen, Dachfenster, Alarmanlagen, Feuchtigkeitssensoren und die Telefonzentrale einzeln und von Hand reguliert werden mussten. In modernen Gebäuden werden alle diese Komponenten miteinander vernetzt und über den Computer oder das Smartphone gesteuert. Eine Herausforderung, der sich ein junges Team von Elektro- und Heizungsmonteuren sowie IT-Fachleuten stellt: 24 Stunden am Tag, inklusive Pikettdienst ausserhalb der Bürozeiten.

Umzug nach Grenchen geplant

Begonnen hat die Firmengeschichte von GA Technologie im Projektbüro für Haustechnik einer internationalen Firma – und zwar mit der Weigerung des Teamleiters, einen Teil seiner Leute zu entlassen. Lieber sei er selbst gegangen, sagt Thomas Scheurer. Das Team ging mit, als er und sein Cousin Rémy Schneider im Frühling 2012 GA Technologie gründeten und seither partnerschaftlich leiten. Inzwischen hat sich die Belegschaft auf zehn Personen verdoppelt, sieben Männer und drei Frauen im Alter zwischen Anfang 20 und 50. Zwei weitere Mitarbeiter werden in Kürze dazustossen. «Dann rücken wir wieder einmal die Pulte zusammen», sagt Co-Geschäftsführer Thomas Scheurer.

Anfang nächstes Jahr wird die Platznot ein Ende haben. Dann zügelt die Firma aus den gemieteten Räumen an der Bielstrasse in Lengnau nach Grenchen, an die Girardstrasse 61, hinter die Migros. «Ein schönes Gebäude an bester Lage. Mit knapp 400 Quadratmetern werden wir doppelt so viel Platz haben wie heute. Es ist toll,
dass wir nach so kurzer Firmengeschichte schon in der Lage sind, ein eigenes Gebäude zu kaufen, und die Zusammenarbeit mit der Baudirektion läuft bestens», freut sich Scheurer. «Ich will, dass sich alle mit dem Haus identifizieren. Aus diesem Grund machen wir auf der Baustelle möglichst viel selbst.» Das künftige Domizil von GA Technologie ist der Beweis dafür, dass auch ein altes Haus, eine frühere Motorenwicklerei, sich für den Einbau moderner Gebäudeautomation eignet.

Inspirationsquelle Kaffeemaschine

Das GA Technologie-Team besteht aus Enthusiasten, aus Tüftlern – alle sind sie Frühaufsteher. Zwischen sieben und halb acht Uhr finden sie sich «in der wichtigsten Ecke» ein, um den Tag gemeinsam zu beginnen. Besagte Ecke ist nicht etwa ein Labor, sondern der Pausenraum mit der Kaffeemaschine. Hier werden im Gespräch Ideen geboren und Probleme gelöst. Getestet werden solche Lösungen entweder im Büro oder direkt beim Kunden. «Unsere Kundenbeziehungen sind gut und eng», betont Thomas Scheurer.

Tatsächlich genügt der Anruf bei einer lokalen Firma, damit der Laie einen Blick auf die Leistung von GA Technologie werfen kann. Ohne visuelle Unterstützung ist die Arbeit kaum zu verstehen: Am Computer blättert sich Co-Geschäftsleiter Rémy Schneider durch detaillierte Schemata von Lampen, Leitungen, Heizkesseln und Kühlaggregaten beim avisierten Kunden. Derweil blinken neben Schneiders Ellbogen Leuchtdioden an Drähten – ein neues Experiment, das mithilfe eines Steuerpanels getestet wird. Für den Test eines Funksignals bei einem anderen Kunden verlässt er kurz darauf das Büro, in der Hand ein kleines weisses Kästchen mit vier Schaltern. «Nicht einmal eine Batterie ist hier mehr nötig», erklärt Thomas Scheurer, als sein Kollege gegangen ist.

www.gatechnologie.ch