Biberist
GAW investiert 7 Millionen Franken in den Bau des Glasfasernetzes

Nach Zuchwil ist Biberist die zweite Gemeinde, in der das Netz der GA Weissenstein GmbH auf Glasfaser ausgerüstet wird. Die Kosten für den Umbau in Biberist betragen rund sieben Millionen Franken.

Urs Byland
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Spatenstich mit (von links) Beat Tschumi (Bauverwaltung, Tiefbau), Roland Christen (GAW-Projektleiter), Marcel Eheim, Martin Blaser und Bauverwalter Ueli Sterchi.

Spatenstich mit (von links) Beat Tschumi (Bauverwaltung, Tiefbau), Roland Christen (GAW-Projektleiter), Marcel Eheim, Martin Blaser und Bauverwalter Ueli Sterchi.

mls

Schülerinnen spazieren an diesem nebligen Nachmittag über den Pausenplatz und wundern sich über die Herren, die da im Kreis stehen. Auch einigen Fahrzeuglenkern, die um den St.-Urs-Kreisel rollen, dürfte die Ansammlung auf dem Pausenplatz auffallen. Nicht wissen können Schülerinnen und Fahrzeuglenker, dass diese Männer Anteil haben für eine technische Revolution daheim in ihrer warmen Stube.

Gestern fiel der Startschuss zum Ausbau des Netzes der GA Weissenstein GmbH (GAW) mit Glasfasern. Nach Zuchwil ist Biberist die zweite GAW-Gemeinde, die mit der Glasfaser ausgerüstet wird.

Etlichen Gemeinden steht der Ausbau noch bevor. Verbaut die GAW in Biberist rund 7 Mio. Franken, betragen die Investitionen für den Ausbau des gesamten GAW-Netzes zirka 90 Mio. Franken, wie Geschäftsführer Marcel Eheim erklärt.

Zwar hat die GAW in Biberist bereits ein Netz, aber die Glasfaserkabel werden bis zum Haus in geschützten Gräben verlegt. Bisher wurden die Kabel teilweise ungeschützt in der Erde verlegt. Das alte Netz hat 2019, wenn in Biberist alle Arbeiten abgeschlossen und gut 1950 Liegenschaften angeschlossen sein werden, über 45 Jahre seinen Dienst getan.

Bei den Bauarbeiten werde der eine oder andere Hausbesitzer etwas stärker gefordert, wobei bis auf Ausnahmen – und dort in aller Regel auch nur minim, so Eheim – alle Investitionen auf die Rechnung der GAW gehen. Der grösste Teil der Arbeiten werde von regionalen Firmen ausgeführt.

In Biberist omnipräsent

Gemeindepräsident Martin Blaser, der mit seinem GAW-Abonnement an den Kosten des Ausbaus mitträgt, würdigt die Erfolge der GA Weissenstein. «Hier wird eine Technologie aufgebaut, die nicht Revolutionen auslöst, aber Evolution ermöglicht», so Blaser.

Von einer Investition in die Zukunft, einer Investition in eine neue Kommunikationstechnik spricht Marcel Eheim. «Für Biberist wird in den nächsten Jahren die Anbindung an die neue Technologie sichergestellt.»

Die GAW ist in Biberist omnipräsent. 80 bis 85 Prozent der Biberister nutzen das TV-Sender-Angebot der GAW, 27 Prozent surfen und 15 Prozent telefonieren auf dem GAW-Netz.

Besitzerinnen der GAW sind die Gemeinden nach Anzahl der Anschlüsse zur Gründung 2001. Damals wurde der Verband in eine GmbH umgewandelt. Die Gemeinden erhalten eine Dividende.

Laut Eheim werden 190 000 Franken verteilt. Die Chronik der GAW geht aber zurück bis ins Jahr 1970, als die Repla eine Arbeitsgruppe Fernseh-Gemeinschaftsantenne einsetzte.