Juniorenturnier
Fussballjunioren legten sich heftig ins Zeug

Die Tombola lockte mit Spielsachen und das Restaurant mit Spaghetti bolo gnese. Aber was die Kids in Grenchen am vergangenen Wochenende wirklich wollten, war Tore schiessen und gewinnen.

Hans Peter Schläfli
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Action vor dem Tor bei Blustavia (Gelb) gegen Selzach.

Action vor dem Tor bei Blustavia (Gelb) gegen Selzach.

Solothurner Zeitung

Es ging ganz schön zur Sache, beim grossen Juniorenturnier. «Ehrgeizig aber fair», beschrieb Susanne Saladin von der Turnierleitung die Stimmung, die in den beiden Turnhallen beim Hallenbad und derjenigen beim Bahnhof Nord herrschte. «Unsere Schiedsrichter sind erfahren und schauen schon, dass der Ehrgeiz nicht ausser Kontrolle gerät.» Bei den Junioren D, der ältesten Kategorie des Turniers, sah man am Samstagabend bereits viele gekonnte Spielzüge und Dribblings, während die Bambini zumeist alle in einem grossen, unsortierten Haufen dem Ball nachrannten – was das Zuschauen nicht weniger amüsant machte.

In vielen Teams waren auch Mädchen mit dabei. Da sie mit den Jungs zusammenspielen, die ein Jahr jünger sind, können die Mädchen auch problemlos mithalten.

Familiärer Anlass

Ganze 92 Mannschaften nahmen am Juniorenturnier teil. Sie kamen von Basel oder Bern, und natürlich vor allem aus der näheren Nachbarschaft. «Unser Turnier ist immer mehr gewachsen», erklärt Susanne Saladin vom FC Fulgor Grenchen, «aber es ist immer noch ein familiärer Anlass. Wir haben mit dem Turnier begonnen, weil uns die die Winterpause zu lang wurde. Jetzt ist das Turnier es ein sehr schönes Zusammentreffen, nachdem man sich doch einige Wochen nicht gesehen hat.»

Auch die Solidarität unter den Vereinen wird gefördert. Früher war es die Gruppierung RegioGrenchen, die das Turnier durchführte, und der Ertrag floss in die Kasse der gemeinsamen Nachwuchsförderung der Grenchner Vereine. Obwohl RegioGrenchen aufgelöst wurde, machen mit Bettlach, Italgrenchen, Fulgor und dem FC Grenchen immer noch vier Vereine mit. «Die Zusammenarbeit funktioniert hervorragend», sagt Saladin, «jeder Verein übernimmt einen gleichwertigen Anteil an der Arbeit. So könne am Ende der Ertrag guten Gewissens in gleichen Teilen auf die Juniorenförderung der vier Klubs verteilt werden.»

Eine Motivationsspritze habe auch viel zur Harmonie beigetragen: «Jeder Trainer, der uns drei Helfer bringt, muss für seine Mannschaft kein Startgeld bezahlen.»

Sportlicher Aspekt im Vordergrund

Vor vier Wochen wurde in den Turnhallen beim Hallenbad von denselben Vereinen das Schülerfussballturnier durchgeführt. Die Zuschauer fanden fast keinen Platz mehr.

Diesmal stand der sportliche Aspekt etwas mehr im Vordergrund und die Teams reisten zum Teil von weiter an. So hatte es wieder ansprechend viele Zuschauer, aber die Hallen platzten nicht mehr aus den Nähten.