«Gut Ding will Weil haben», konnte Kirchgemeindepräsident Rolf Enggist nach der Versammlung verkünden. Zuvor hatten die 36 anwesenden Stimmberechtigten bei nur einer Gegenstimme der Neugestaltung des Innenraums der Zwinglikirche zugestimmt. Zwei Jahre hatte sich eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Innenarchitektin Chantal Kauer und Pfarrer Donald Hasler Gedanken zur liturgischen Gestaltung der Kirche gemacht.

Entstanden ist ein Projekt, das auch den neuen pastoral-theologischen Entwicklungen Rechnung trägt und die Anliegen und Bedürfnisse der Gemeindemitglieder aufnimmt. Sie können fortan vermehrt in den Gottesdienst einbezogen werden. Gleichzeitig wurden Schönheit und Einfachheit der Kirche respektiert.

Umsetzung noch in diesem Jahr

Auffälliges Element der Neugestaltung ist der sogenannte Lebensweg: Die verschiedenen Zyklen des menschlichen Lebens werden in Form von verschiedenfarbigen Glasflächen an der Kanzelrückwand dargestellt. Eine aus Schmiedeeisen gefertigte Ranke bildet den Abschluss und die Verbindung der Lebenszyklen. Auf den Glasflächen können die Namen der Getauften, Konfirmierten, der Hochzeitspaare und ebenfalls der Verstorbenen dargestellt und entsprechend gewürdigt werden. Daneben werden auch Abendmahltisch und Tauftisch bewusst einfach und in Holz neu gestaltet. Schliesslich soll ein metallener Kerzentisch gefertigt werden.

Pfarrer Donald Hasler und Gestalterin Chantal Kauer freuten sich, dass das Projekt so gut aufgenommen wurde. Donald Hasler betonte, dass man mit dem einfachen Altartisch und dem Kerzentisch nun auch «echte» Zwingli-Elemente neben einem griechischen Tempel, einem Predigtsaal sowie einer Hugenotten-Kanzel in der Kirche habe. Man rechnet damit, dass die Ausgestaltungs-Arbeiten noch dieses Jahr abgeschlossen werden können.