Unter Leitung vom Kirchgemeindepräsident Alfred Kilchenmann stimmten die 40 anwesenden Stimmberechtigten allen Anträgen des Kirchgemeinderates zu. Ganz selbstverständlich war das nicht, musste doch von einem Mehraufwand von 105 850 Franken im Voranschlag 2014 Kenntnis genommen werden.

Bei einem vorgesehenen Ertrag von 1 760 720 und einem Aufwand von 1866 570 Franken beträgt der Mehraufwand 5,6 Prozent der Ausgaben. Zurückzuführen ist diese Situation auf einen um mehr als 150 000 Franken tiefer ausfallenden Finanzausgleichsbetrag des Kantons.

Dieser erhält weniger Steuereinnahmen von den juristischen Personen und stuft neu die Kirchgemeinde Grenchen aufgrund ihrer guten finanziellen Situation nicht mehr als finanzschwach ein. So gesehen haben gesunde Finanzen mit einem tieferen Steuersatz auch ihre Schattenseite!

Gleicher Steuerertrag

Die meisten Positionen in der laufenden Rechnung bleiben praktisch unverändert mit Ausnahme des Unterhaltes der Eusebiuskirche. Dort müssen zusätzlich 25 000 Franken budgetiert werden für die dringend notwendige Erneuerung der Elektrischen Anlagen. Schwierig ist immer die Einschätzung der zu erwartenden Steuereinnahmen von natürlichen Personen. Die letztbekannten definitiven Steuerzahlen beruhen auf dem Jahr 2011.

Der Kirchgemeinderat geht für 2014 von einem praktisch gleichbleibenden Steuerertrag aus, muss aber eine leichte Abnahme der Steuerpflichtigen infolge Todesfall, Wegzug und Kirchenaustritt in die Berechnungen einbeziehen. Der Steuersatz bleibt unverändert bei 17 Prozent der einfachen Staatssteuer.

In der Investitionsrechnung 2014 sind Ausgaben von 80 000 Franken genehmigt worden. Vorgesehen ist die Sanierung des Parkplatzes und dessen Zufahrt beim Eusebiushof. Seit Jahren sind in den darunter liegenden Räumen «Konkordiasaal» und «Schopf» Wasserschäden entstanden, die bei der kürzlich durchgeführten Renovation bei Decken und Fenstern offen zu Tage getreten sind. (rrg)