Erich Fehr hat sich persönlich beim federführenden Solothurner Amt für Raumplanung gemeldet und die Bedeutung des Projektes für den Wirtschaftsraum Biel betont. «Wir sehen die Gefahr, dass eine Verschlechterung der Rahmenbedingungen ein gefährliches Signal zuhanden der Privatwirtschaft aussenden und negativ auf Investitionsentscheide zugunsten unserer Region einwirken könnte», schreibt Fehr im Brief, dessen Kopie dieser Zeitung vorliegt.

Die industriell geprägte, exportorientierte Wirtschaftsstruktur am Jurasüdfuss sei im Moment insbesondere aufgrund der Frankenstärke stark unter Druck. «Wir sind der Auffassung, dass die öffentliche Hand jede Gelegenheit, die Rahmenbedingungen für die Unternehmen zu optimieren, nach Möglichkeit nutzen sollte.» Der Flughafen habe eine wichtige logistische Funktion für «namhafte Unternehmen der Region».

Mögliche weitere Ansiedlungen

Der Bieler Stadtpräsident geht davon aus, dass der Wirtschaftsraum Biel-Jurasüdfuss durch industrielle Grossprojekte wie etwa die Ansiedlung der Biotech-Firma CSL Behring in Lengnau, aber auch durch Projekte, die sich «teilweise erst in Vorbereitung befinden», weiterentwickeln werde. Deshalb sei zu erwarten, «dass die Nachfrage nach dem Zugang zu Flugtransporten im Business-Bereich zunimmt».

Zwar gebe es in Biel wegen des Lärms der Sportflieger eine «kritische Stimmung» gegenüber dem Flugplatz, schreibt Fehr. Da die Pistenverlängerung aber laut den Flughafenverantwortlichen «ausdrücklich nicht dem Freizeitverkehr» diene und zu einer «zahlenmässigen Reduktion der Flugbewegungen» führe, könne er sich gerade aufgrund der wirtschaftlichen Relevanz hinter das Projekt stellen. (lfh)