Generalversammlung
Flughafen Grenchen mit erfreulichem Ergebnis – trotz einiger Turbulenzen

An der 70. Generalversammlung der Regionalflugplatz Jura-Grenchen AG wurden ein Jahresgewinn und eine Zunahme der Flugbewegungen vermeldet.

Oliver Menge
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Auf dem Flughafen Grenchen gab es 2017 mehr Flugbewegungen.

Auf dem Flughafen Grenchen gab es 2017 mehr Flugbewegungen.

Hanspeter Bärtschi

Der Flughafen Grenchen hat ein intensives Jahr mit einigen Turbulenzen hinter sich. Trotzdem konnten die Verantwortlichen an der 70. Generalversammlung in den Räumlichkeiten der SWG einen Jahresgewinn von 34'000 Franken vermelden, und auch die Flugbewegungen erfuhren gegenüber dem Vorjahr einen Zuwachs. Verwaltungsratspräsident Erich Blösch sprach von einem Jahr mit viel Betrieb und vielen Highlights. Er sprach aber auch den unvorhergesehenen Ausfall in der Flugüberwachung an, der im Spätsommer ein vorübergehendes «Grounding» des Flughafens Grenchen zur Folge hatte.

Ernest Oggier, Direktor des Regionalflugplatzes, wies in seinem Jahresbericht noch auf einige weitere Ereignisse und Massnahmen hin, die das Team stark gefordert hätten. «Hinter guten Zahlen verstecken sich auch erschöpfte Mitarbeiter», resümierte er. Erich Blösch pflichtete ihm bei: «Es wird vieles geleistet, das man nicht sieht.»

Erstaunlich: Trotz der zu gewärtigenden Hürden verzeichnete der Flughafen Grenchen mit einem Total von 68'559 Bewegungen einen Zuwachs an Flugbewegungen um plus 2,6% zum Vorjahr. Die Steigerung ist vor allem auf den Motorflug (+2,2%) und den Segelflug (+16,1%) zurückzuführen. Die Bemühungen der Segel- und Motorfluggruppe und der Segelfluggruppe Solothurn zur Nachwuchsförderung wirken sich hier ganz offensichtlich positiv aus.

Der Bruttogewinn wurde trotz anspruchsvollem Umfeld und dank kostenbewusster Geschäftsführung um weitere 88'000 Franken oder 3,5% gegenüber 2016 gesteigert. Dazu haben alle Bereiche wie Flugbetrieb, Treibstoffe und Mieten ausgeglichen beigetragen. Demgegenüber konnte der Betriebsaufwand insgesamt um 37'000 Franken oder 2,2% reduziert werden.

Aufgrund von Investitionen von 837'000 Franken haben sich die Abschreibungen um rund 55'000 Franken erhöht, während das Finanzergebnis im Rahmen des Vorjahres liegt. Erfreulicherweise konnte damit das operative Ergebnis deutlich verbessert und nach Jahren wieder ein positives Resultat geschrieben werden. Der Jahresgewinn beträgt 34'000 Franken (Vorjahresverlust 58'000 Franken).

Rund um die Welt mit der DC3

Im Anschluss an die GV erlaubte Pilot Francisco Agullo spannende Eindrücke in den Flug von ihm und seinem Team rund um die Welt in der Breitling DC-3 von März bis September letzten Jahres. Mit Baujahr 1940 und gegen 75'000 Flugstunden ist sie damit das bei Weitem älteste Flugzeug, das je eine solche Parforce-Leistung absolvierte. 258 Stunden hat man in den sechs Monaten in der Luft verbracht, 55 Flugplätze angesteuert, 27 Länder besucht und dabei beinahe 50'000 Kilometer zurückgelegt.

Francisco Agullo begeisterte mit seinem Vortrag über die World Tour mit der DC-3.

Francisco Agullo begeisterte mit seinem Vortrag über die World Tour mit der DC-3.

André Weyermann

Francisco Agullo war auf jeder Etappe dabei und schwärmte vom begeisterten Empfang, der dem Oldtimer überall bereitet worden sei. In Japan und Taiwan sei das Interesse besonders gewaltig gewesen; dort seien jeweils Tausende gekommen, um das Flugzeug landen zu sehen.

In den nächsten Monaten wird zu dieser World-Tour ein Dokumentarfilm erstellt. Auf die Frage, wie lange man die «alte Dame» noch bewundern kann, meinte Francisco Agullo: «Oh, ich denke, sie wird uns alle überleben.»

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