Harald Stadler, Eventchef der Bienna Jets, ist zufrieden. Zum zweiten Mal nach 2004 führte der Bieler American Football Club den Saison-Final, in Anlehnung an das amerikanische Vorbild «Swiss Bowl» genannt, im Grenchner Stadion Brühl durch.

In einem packenden Spiel standen sich dabei die Calanda Broncos den Basel Gladiators gegenüber (vgl. Sonntagausgabe). Die Atmosphäre unter den rund 1200 Zuschauern war sportlich und fröhlich. Nichts von verbissener Raserei, wie gelegentlich bei Fussball Fans zu beobachten.

Swiss Bowl in Grenchen

Swiss Bowl in Grenchen

Friedliche Football-Fans

«Wir hatten keinen einzigen Zwischenfall», berichtet Stadler. Alles sei reibungslos abgelaufen. So gut, dass man prüfe, auch im nächsten Jahr wieder ins Grenchner Stadion zu kommen. Der Bieler Club, der sich mit Glück in der Nationalliga A halten konnte, musste aufgrund des Eidgenössischen Turnfests auf das Spiel im Heimstadion Gurzelen verzichten, wie Stadler erklärt.

Das Grenchner Stadion sei aber vielen Helfern der Bienna Jets durch ihre Mitwirkung am Uhrencup bestens bekannt und auch von der Infrastruktur her bestens geeignet. Die Vorbereitung des Spielfelds für die amerikanische Sportart sei in etwa zweieinhalb Stunden durchzuführen, erklärt Stadler. Die Bienna Jets hatten sich ausbedungen, dass sie den Final zweimal in Folge organisieren können, was sonst nicht üblich ist.

Kalorien für langes Spiel

Die Saison der rund 1000 lizenzierten American-Football-Spieler in der Schweiz dauert nur drei Monate, ist aber intensiv. Nach zehn Qualifikationsspielen können bis zum Play-off-Final sechs weitere folgen.

Saisonstart ist jeweils am 1. April. Grenchen stellt mit Niki Perego und Michael Sperisen (beide Bienna Jets) auch zwei Nati-A-Spieler. An der Swiss Bowl wurden übrigens laut Stadler 950 Hamburger, 300 Riesenhotdogs, 130 kg Pommes und 150 Donuts verdrückt. Etwa 500 Liter Bier flossen in die Kehlen der Fans. Gute Verpflegung ist wichtig, kann doch ein Game schnell einmal zweieinhalb Stunden dauern.