Mitte März soll es mit dem Bau der Moschee «Ebu Hanife» an der Maienstrasse losgehen, wenn alles klappt. Die Voraussetzungen sind gegeben, denn der geforderte Nachweis einer Schweizer Bank, dass das Bauvorhaben finanziert werden kann, ist bei der Baudirektion eingetroffen. Wie das az Grenchner Tagblatt aus verlässlicher Quelle erfahren hat, handelt es sich um die Aargauer Kantonalbank, welche die Bankgarantie leistet.

Moschee trotz vergrabenen Schweineköpfen

Moschee trotz vergrabenen Schweineköpfen

Abgelaufene Baubewilligung, massive Proteste und vergrabene Schweineköpfe, so wehrten sich die Einwohner von Grenchen gegen die geplante Moschee. Jetzt sollte dem Bau aber nichts mehr im Weg stehen.

Der Finanzierungsnachweis für das Glaubenszentrum der albanisch-islamischen Glaubensgemeinschaft Grenchen (AIG) traf am Mittwoch bei der Baudirektion ein. Die notwendigen 2 Millionen Franken hatte man schon Mitte Januar beisammen, aber ebendieses Dokument, der Finanzierungsnachweis, fehlte noch.

Die Stadt will noch ein paar kleinere Fragen klären und der Rechtsdienst muss den Finanzierungsnachweis angeblich noch prüfen. So soll der Finanzierungsbetrag kleiner sein als früher mit 2,6 Millionen Franken veranschlagt.

Es sehe aber gut aus, so der stellvertretende Stadtbaumeister Jürg Vifian gegenüber dem «Bieler Tagblatt». Die Glaubensgemeinschaft begründet den kleineren Betrag damit, dass man inzwischen 435 000 Franken für das Land bezahlt habe.

Somit verbleiben noch 2,025 Mio. Franken für die Erstellung des zweistöckigen, rund acht Meter hohen Gebäudes mit drei kleinen und einer grossen Kuppel auf dem Dach sowie dem dazugehörenden Parkplatz. Die Moschee soll in etwa zwei Jahren rund 200 Gläubigen Platz bieten. Man will dort nicht nur religiöse Riten, sondern auch andere Veranstaltungen, wie Integrations- und Sprachkurse, durchführen.

«Für den Verein ist es ein wahnsinnig wichtiger Schritt», sagte Isa Ismaili, der Sprecher der AIG, gegenüber dem BT. «Wir sind sehr happy und es herrscht allgemein eine grosse Vorfreude.»

Mitte März soll es laut AIG mit dem Bau losgehen. Viel Zeit bleibt auch nicht mehr: Am 15. April läuft die Baubewilligung aus. (ldu/om)

Auf dieser Parzelle soll die Grenchner Moschee entstehen.

Auf dieser Parzelle soll die Grenchner Moschee entstehen.