Rettungsübung

Fiktives Horrorszenario: Mit Teamwork rettet es sich leichter

Sicherheits- und Bereitschaftsdienste der Stadt Grenchen standen am Samstag im gemeinsamen Einsatz. Sie traten einem fiktiven Horrorszenario entgegen.

Ein explosionsartiger Brand soll sich im ehemaligen SWG-Gebäude auf dem Grenchner Marktplatz ereignet haben. Das Feuer arbeite sich nun langsam vom Erdgeschoss in Richtung des ersten Stockes vor, ausserdem würden mehrere Personen vermisst.

So lautete am Samstagmorgen die Ausgangslage an der Verbundübung der Sicherheits- und Bereitschaftsdienste der Stadt Grenchen. Feuerwehr, Zivilschutz und der Rettungsdienst rückten mit Blaulicht aus, um dem fiktiven Horrorszenario entgegenzutreten.

Feuerwehrkommandant Bruno Bider versorgte dabei die zahlreich erschienenen Schaulustigen immer wieder mit Informationen über das Geschehen.

Wenn dies ein Ernstfall wäre

Rund 24 Feuerwehrleute standen bei dieser Übung im Einsatz. «Wäre dies ein Ernstfall, so hätten wir natürlich die komplette Feuerwehr aufgeboten», erklärte Bider.

Während draussen alles auf Hochtouren lief, um die Wasserschläuche einsatzbereit zu machen, kämpften sich drinnen Atemschutztrupps durch die dicken Rauchschwaden auf der Suche nach Vermissten.

Die Trupps agierten in Zweier-Teams und waren mittels Verbindungsleinen miteinander verbunden. «In den rauchbedeckten Räumen ist es stockdunkel und so wird sichergestellt, dass man sich nicht verliert», sagte der Feuerwehrkommandant.

Hatte man eine Person geborgen, wurde sie sogleich vom Rettungsdienst untersucht und versorgt. Mit von der Partie war auch der Kulturgüterschutz des Zivilschutzes (KGS), der aufzeigte, wie wertvolle Gegenstände in solch einer Situation geborgen werden.

Der KGS kommt zum Einsatz, wenn beispielsweise Museen, Archive oder Kirchen in Flammen stehen, nicht aber bei Privatgebäuden. «Uns kann man also nicht einfach zu Hilfe holen, wenn das eigene Haus lichterloh brennt», witzelt Leutnant Nabil Zorgui.

Wie die Polizei reagiert

Vor Ort war ausserdem die Stadtpolizei, welche über verschiedene Aspekte ihrer Arbeit orientierte. Unter dem Motto «Persönliche Sicherheit» wurden unterschiedliche Szenarien aufgeführt, in denen gezeigt wurde, wie die Ordnungshüter in Situationen mit Verdächtigen oder Chaoten agieren.

«Wir versuchen, immer der Situation entsprechend zu reagieren und die Verhältnismässigkeit zu wahren», erklärt Stefan Künzli von der Stapo. Was angesichts der Tatsache, dass diese Entscheide teilweise innert Millisekunden getroffen werden müssen, keine leichte Aufgabe ist.

So beispielsweise wenn der Verdächtige plötzlich handgreiflich wird oder noch schlimmer, unverhofft eine Waffe zückt.

Zwei Vierbeiner als Stars

Im letzten Teil der Vorführung waren die Stars zwei Vierbeiner. Mit den beiden Schäferhündinnen Amira (4 Jahre) und Ajka (8 Monate) demonstrierte die Stapo den «Schutzdienst mit Hunden».

Polizistin Jacqueline Probst zeigte mit ihrer erfahrenen Hündin Amira, wie diszipliniert die Hunde nach jahrelangem Training sind. Während Berufskollege Andreas Baur mit seiner blutjungen und noch etwas verspielten Ajka vorführte, wie die Hundeausbildung konkret abläuft, was bei den Zuschauern für den einen oder anderen «Jöh-Effekt» sorgte.

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