Solothurn/Bern
Feuerwerks-Verkäufer mit grossem Verlust – Hobby-Pyromane müssen nur über die Grenze

Im Kanton Solothurn ist es Privaten verboten Feuerwerk abzubrennen, im Kanton Bern nicht. Die bernische Gemeinde Lengnau liegt genau an der Solothurner Grenze – und rechnet am 1.August mit einigen Besuchern aus dem Nachbarkanton.

Drucken
Teilen
Im Bernischen dürfen am 1. August Raketen trotz Trockenheit steigen gelassen werden. (Symbolbild)

Im Bernischen dürfen am 1. August Raketen trotz Trockenheit steigen gelassen werden. (Symbolbild)

Keystone

Am Dienstag wurden bei Keller Fahnen in Biberist, dem grössten Feuerwerks-Verkäufer, die Gestelle geräumt. Dies nachdem der Kanton Solothurn am Montag ein absolutes Feuerwerksverbot für Private verfügte. «Gesamthaft gesehen ist es ein mittlerer bis höherer sechsstelliger Betrag, der uns fehlt», schätzt Geschäftsführer Andrea Andreotti gegenüber TeleM1 den Verlust.

Das Material geht zurück an den Lieferanten. Wer in Biberist eingekauft hat, kann die Raketen unter Vorweisung des Kassenzettels wieder zurückbringen.

Kommt es nun zu einer Abwanderung der Feuerwerks-Fans? Was hier im Kanton Solothurn verboten ist, ist im Bernischen zulässig. Solothurner müssten mit ihren Raketen also nur ein paar Schritte über die Kantonsgrenze machen, um ganz legal Feuerwerk zu zünden. So beispielsweise in Lengnau.

Robert Meier wohnt gleich an der Kantonsgrenze. Er kann die unterschiedlichen Weisungen nicht verstehen. «Gleiches Klima, gleicher Regenfall. Das spielt doch keine Rolle, ob wir in Grenchen oder Lengnau sind», sagt er gegenüber dem Regionalsender.

Die Gemeinde Lengnau bittet alle um äusserste Vorsicht beim Abbrennen von Feuerwerk. Man solle genügend Abstand zum Wald oder trockenen Feldern einhalten. (ldu)

Aktuelle Nachrichten